Donnerstag, 05. April 2018

Blockabfertigungen: Italiens Frächter fordern EU-Einschreiten

Die italienischen Frächter haben erneut die Lkw-Blockabfertigungen in Nordtirol kritisiert. „Diese einseitige Maßnahme der Nordtiroler Regierung lastet wie ein Stein auf unseren Unternehmen“, so der Handwerkverband Confartigianato, dem mehrere Frächter angehören. Nach heute stehen laut dem Bundesland Tirol noch mindestens 22 weitere Lkw-Blockabfertigungen auf dem Kalender.

Die italienischen Frächter haben erneut die Lkw-Blockabfertigungen in Nordtirol kritisiert.
Die italienischen Frächter haben erneut die Lkw-Blockabfertigungen in Nordtirol kritisiert.

In einer Presseaussendung forderte der Verband ein Einschreiten der EU gegen Österreich wegen „einseitiger Schritte“, die den freien Warenverkehr beeinträchtigten. „In einer derartigen Situation kann die EU die Abschaffung der Hürden zum freien Warenverkehr verlangen“, schrieb Nazzareno Ortoncelli, Präsident der Confartigianato-Frächter, in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Der Verband kritisierte, dass die italienische Regierung gleichgültig zusehe, wie Nordtirol den Warenverkehr auf der Achse Italien-Deutschland einschränke. Diese Route sei für italienische Unternehmen von wesentlicher Bedeutung, um die Märkte Österreichs, Deutschlands und der skandinavischen Länder zu erreichen. „Die Transportwirtschaft umweltverträglich zu gestalten, ist eine Pflicht. Im nächsten Jahrzehnt wird der Straßentransport jedoch weiterhin eine Hauptrolle spielen“, so Ortoncelli.

apa

stol