Donnerstag, 17. Dezember 2015

BLS zieht Bilanz: Erfolg mit Abstrichen

Ein Blick zurück und ein Blick nach vorne. Das gab die Standortagentur BLS am Donnerstagvormittag. Mit Anfang Jänner wird der Betrieb nämlich zum Teil im neuen Sonderbetrieb IDM aufgehen, während der andere Teil in die Landesverwaltung einverleibt wird. Wie erfolgreich war die BLS in den 7 Jahren ihres Bestehens?

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Foto: © D

Von der Filmförderung über die Abschaffung, von Zuweisungs-Prozeduren und den Technologiepark bis zur „Green Region“: Die Palette der Initiativen, die die BLS in den vergangenen 7 Jahren lanciert hat, sei breit, sagte Direktor Ulrich Stofner. Die BLS nahm Anfang 2009 ihre Tätigkeit auf mit dem Ziel, in einer einzigen flexiblen Struktur alle Zuständigkeiten zu den Gewerbegebieten und zum Standort zu bündeln, so BLS-Präsidentin Helga Thaler Ausserhofer.

Besonders hervorgestrichen wurde aber die Tatsache, dass sich Südtirol „in Rekordzeit als wichtigster regionaler Filmstandort in Italien etablieren konnte“, wie Stofner erklärte. Auch die Positionierung Südtirols als „Green Region“ sei „hervorragend gelungen“, hieß es.

7 Jahre BLS eine Erfolgsgeschichte also? Nicht ganz. Eines der Ziele, nämlich ausländische Leader-Unternehmen in Südtirol anzusiedeln, ist nur zum Teil gelungen. Auf Nachfrage schränkte auch Stofner ein, dass „nicht alles geglückt ist“, was man sich vorgenommen habe. Dazu gehöre eben auch dieser Punkt. „Das hat objektive Gründe“, sagte er. Thaler Ausserhofer bestätigte auch, dass die Zeit aufgrund diverser Krisen und die hohe Steuerlast in Italien das ihre dazu beigetragen hätten. Aber: „Ich habe schon vor 7 Jahren gesagt, dass man Standortmarketing als langfristigen Prozess sehen muss“, unterstrich der BLS-Direktor. „Das geht nicht innerhalb eines oder 2 Jahren.“

Ansiedelungen hat es aber trotz genannter Schwierigkeiten gegeben: So ist der Anteil der italienischen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen mit Hauptsitz in Südtirol von 7 Prozent im Jahr 2008 auf 13 Prozent im Jahr 2014 angewachsen. In absoluten Zahlen: von 150 auf 309 Unternehmen. „Von rund 2000 deutschen Unternehmen in Italien, sind also 13 Prozent in Südtirol“, so Stofner. 

sor

stol