Freitag, 17. August 2018

Börse: Trump für Lockerung der Berichtspflicht

US-Präsident Donald Trump hat die Börsenaufsicht SEC angewiesen, eine Lockerung der Berichtspflichten für Aktiengesellschaften zu prüfen. Top-Wirtschaftsführer hätten ihm gesagt, dass Geschäfte noch besser laufen könnten, wenn seltener Finanzberichte vorgelegt werden müssten, twitterte Trump am Freitag.

US-Präsident Donald Trump hat sich gegen die Quartalsberichte ausgesprochen.
US-Präsident Donald Trump hat sich gegen die Quartalsberichte ausgesprochen. - Foto: © shutterstock

„Stoppt die Quartalsberichte und geht zu einem Sechs-Monats-System über“, habe ihm einer gesagt. Das würde größere Flexibilität erlauben und Geld sparen. Eine Eindämmung der Flut an Quartalszahlen wird seit langem von verschiedenen Ökonomen gefordert.

Auch Wirtschaftsgrößen wie JPMorgan-Lenker Jamie Dimon, General-Motors-Chefin Mary Barra und Großinvestoren wie Börsen-Guru Warren Buffett oder die Spitzen der riesigen Vermögensverwalter Blackrock und Vanguard sprechen sich gegen den vierteljährlichen Trubel rund um die Finanzergebnisse und Gewinnprognosen aus.

Trumps Kontrahentin im Wahlkampf, Hillary Clinton, hatte sich ebenfalls dafür starkgemacht, dass Unternehmen seltener Zahlen vorlegen müssen. Das soll kurzfristigen Renditedruck mindern und für eine Abkehr vom schnellen Profitstreben hin zu nachhaltigem Wachstum sorgen.

dpa

stol