Freitag, 28. Februar 2020

Börsen eröffnen mit Corona-Ängsten tiefrot

Europas Börsen sind am Freitag vor dem Hintergrund der Ängste vor einer Corona-Pandemie mit massiven Verlusten in den Handel gestartet.

Zahlreiche Kurse sind im Fallen begriffen.
Zahlreiche Kurse sind im Fallen begriffen. - Foto: © APA (Archiv/dpa) / Frank Rumpenhorst
Die wichtigsten Indizes lagen in den ersten Handelsminuten zwischen 3 und 4 Prozent im Minus und setzten damit die starke Korrektur vom Vortag fort. Die Tokioter Börse schloss mit starken Verlusten.

Der deutsche DAX notierte gegen 9.15 Uhr mit einem starken Minus von 3,53 Prozent bei 11.930,58 Punkten. Der Index wichtiger Aktien der Eurozone, Euro-Stoxx-50, fiel kräftig um 3,31 Prozent auf 3.341,38 Zähler. Der österreichische Aktienindex ATX fiel um 2,99 Prozent auf 2.760,75 Prozent. Zeitweise war der Index mehr als vier Prozent im Minus gelegen.

Bereits am Donnerstag hatten Europas Börsen massiv verloren. Der DAX kommt damit bereits auf ein Wochenminus von gut 12 Prozent, das wäre die schwächste Woche seit der Griechenland-Schuldenkrise 2011.

Zuletzt mehrten sich die Meldungen von Corona-Fällen auch außerhalb Chinas und schürten damit Pandemie-Ängste an den Märkten. Anleger fürchten eine Rezession als Folge der Epidemie.

Unterdessen beendete der Nikkei-225 Index in Tokio den Handel mit einem Minus von 805,27 Punkten oder 3,67 Prozent bei 21.142,96 Zählern. Der Topix Index fiel um 57,19 Punkte oder 3,65 Prozent auf 1.510,87 Einheiten. Im Index standen 2.104 Verlierern lediglich 35 Gewinner gegenüber, vier Titel schlossen unverändert. Auslöser der Verluste waren neben der wachsenden Ängste vor einer Corona-Pandemie auch negative US-Börsenvorgaben

Der japanischen Wirtschaft droht eine Rezession. Im Schlussquartal 2019 war das Bruttoinlandsprodukt der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft auf das Jahr hochgerechnet um 6,3 Prozent geschrumpft und damit so stark wie seit 2014 nicht mehr. Japans Konjunktur sei unter anderem wegen der Ausfälle von Veranstaltungen in einer ziemlich prekären Lage, sagte Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura. „Die Eindämmung des Virus hat jetzt aber Priorität.“

apa

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