Dienstag, 23. August 2016

Bozen macht den Weg frei: Benko könnte schon im Frühjahr bauen

Die Gemeinde Bozen macht den Weg frei für René Benko. Die Ausschreibung zur Veräußerung des Busbahnhofgeländes startet. Läuft jetzt alles nach Benkos Plan, könnte der Tiroler Investor schon im Frühling mit den Bauarbeiten beginnen.

René Benko blickt gespannt nach Bozen: Wenn bei der Ausschreibung alles gut für ihn läuft, könnte der Immobilien-Tycoon theoretisch schon im Frühling mit den Bauarbeiten beginnen.
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René Benko blickt gespannt nach Bozen: Wenn bei der Ausschreibung alles gut für ihn läuft, könnte der Immobilien-Tycoon theoretisch schon im Frühling mit den Bauarbeiten beginnen.

Renzo Caramaschi zählte noch nie zu den Befürwortern des Kaufhausprojekts des Tiroler Investors. „Ich werde bei der Benko-Abstimmung mit Nein stimmen“, erklärte Caramaschi, damals Kandidat von Mitte-Links für die Gemeinderatswahlen in Bozen, im März dieses Jahres im Video-Interview.

Im Video - Caramaschi: Ich stimme mit Nein

5 Monate später ist Caramaschi Bürgermeister und das Benko-Projekt von den Wählern abgesegnet. Bei der Benko-Abstimmung Ende März/Anfang April sprachen sich die Abstimmenden für das Projekt des Investors aus.

Und so lag es nun an Caramaschi und seiner Regierungsmannschaft ein, dem Bürgermeister selbst recht unliebes, Projekt weiter auf den Weg zu bringen. Am Montag gab der Stadtrat freie Fahrt für die Veräußerung des Busbahnhofgeländes gegeben. Eine Notwendigkeit, meint Caramaschi in den aktuellen „Dolomiten“. Er warnt vor eventuellen Schadensersatzforderungen, die der Gemeinde bei nicht termingerechter Genehmigung blühen könnten – und die Frist für die Genehmigung laufe immerhin am 26. August ab.

Ausschreibung noch nicht veröffentlicht

Veröffentlicht ist die Ausschreibung allerdings noch nicht. Dazu fehlt der Gemeinde eine zu wichtige Zusage von Landesseite: Einem Benko-Projekt am heutigen Busbahnhof steht nämlich derzeit noch der heutige Busbahnhof im Wege.

Dieser soll, so sieht es der Plan vor, zwischenzeitlich zur Rittner Seilbahn verlagert werden, um dann, zu einem späteren Zeitpunkt, ins neue Mobilitätszentrum, das am Bozner Zugbahnhof entstehen soll, einzuziehen. Bis zu dessen Entstehung kann es allerdings noch Jahre dauern.

Umso wichtiger scheint deswegen die Zusage des Landes, dass es beim Umzug des Busbahnhofs zur Rittner Seilbahn keine Probleme gibt. Laut „Dolomiten“-Bericht wäre die Landesregierung dafür zuständig, das Gelände in der Rittner Straße – das sich derzeit im Besitz der Eisenbahngesellschaft RFI befindet – anzumieten oder anzukaufen. Ob dieser „Deal“ glatt gelaufen ist, dafür gibt es derzeit noch keine Zusage.

Baubeginn im Frühjahr?

Indessen sei nun, so berichtet die „Dolomiten“, sichergestellt, dass die Kaufhaus-Bozen-Gesellschaft von Benko 70 Prozent des Eigentums auf der Fläche besitze. Laufe nun bei der Ausschreibung für den Investor alles glatt, könnte er theoretisch schon im Frühling mit den Bauarbeiten beginnen.

stol

stol