<b>STOL: Herr Ausserdorfer, wie sieht das Projekt der BBT-Umfahrung Bozen konkret aus?</b><BR />Martin Ausserdorfer: Der BBT wird unterirdisch von Innsbruck bis nach Franzensfeste geführt. Es folgt die unterirdische Zulaufstrecke bis nach Waidbruck, die derzeit im Bau ist. Die Strecke wird dann in den bereits bestehenden zehn Kilometer langen Schlerntunnel übergehen, der zweispurig ist und auf vier Spuren ausgebaut wird. Anschließend folgt die Umfahrung Bozen, die von Blumau bis Branzoll im Berg verläuft, während die Personenzüge weiter am Bozner Bahnhof halten werden. Der Gütertransport wird auf vier Gleisen erfolgen, um den Transport auf der Schiene deutlich zu beschleunigen und unterirdisch bzw. im Berg verlaufen, um die Bevölkerung zu entlasten. <BR /><BR /><b>STOL: Sind die Wünsche der betroffenen Gemeinden in das Vorprojekt von FS Engeneering eingeflossen?</b><BR />Ausserdorfer: Ja. Wir haben auf informeller Ebene mit den Gemeinden bereits gesprochen, um die Großwetterlage zu verstehen. Um unnötige Probleme zu vermeiden, hat man diese Vorinformationen bereits bei der ersten Planung berücksichtigt.<BR /><BR /><b>STOL: Inwieweit ist RFI jetzt an dieses Vorprojekt von FS Engeneering gebunden?</b><BR />Ausserdorfer: Bei der Riggertalschleife und auch beim BBT gab es einen partizipativen Prozess. Auch bei der Verlegung der Terna-Stromleitungen, die jetzt ansteht, setzt das Land Südtirol auf Einbindung der Gemeinden, um Lösungen für einen objektiven Konsens zu finden. Jede Entscheidung muss objektiv und nachvollziehbar erklärbar sein. <BR /><BR /><b>STOL: Die endgültigen Entscheidungen für den Trassenverlauf trifft der Regierungskommissär für den Brenner-Südzulauf?</b><BR />Ausserdorfer: Ja.<BR /><BR /><b>STOL: Wie lange dauert das Genehmigungsverfahren?</b><BR />Ausserdorfer: Ein Jahr. Anschließend folgen unter anderem die Finalisierung des Projekts und die Ausschreibung. In zwei bis drei Jahren wird man die Baustellen für die Umfahrung Bozen sehen. Vorher nicht.