Rund 230.000 Personen waren vergangenes Jahr in Südtirol lohnabhängig beschäftigt – davon 76 Prozent im privaten und 24 Prozent im öffentlichen Sektor. <BR /><BR />Die meisten arbeiten im privaten Dienstleistungsbereich (19 Prozent), gefolgt von Gastronomie und verarbeitendem Gewerbe (je 15 Prozent) sowie dem Handel (14 Prozent). Im Bauwesen sind acht Prozent tätig, in der Landwirtschaft fünf Prozent.<h3> Arbeitskräfte im Schnitt 42 Jahre alt</h3>Interessant wird die Altersaufteilung, die das Afi analysiert hat. Die lohnabhängig Beschäftigten in Südtirol sind im Schnitt 42 Jahre alt – allerdings mit deutlichen Unterschieden je nach Branche. <BR /><BR />Besonders jung präsentiert sich das Gastgewerbe: Das Durchschnittsalter liegt bei etwas über 38 Jahren, und rund 31 Prozent der Beschäftigten sind unter 30. Auch im Baugewerbe ist der Anteil der Unter-30-Jährigen mit 27 Prozent vergleichsweise hoch. <BR /><BR />Am anderen Ende der Skala steht die öffentliche Verwaltung: Das Durchschnittsalter beträgt hier 49 Jahre, nur sechs Prozent sind unter 30 Jahre, fast 60 Prozent der Belegschaft sind über 50. Generell gilt: Im öffentlichen Sektor sind die Beschäftigten älter. So liegt der Anteil der über 60-Jährigen in der Verwaltung bei 14 Prozent, im Gesundheits- und Bildungswesen bei jeweils neun Prozent – und damit über dem Durchschnitt der Privatwirtschaft (sieben Prozent).<BR /><BR /> Gerade deshalb drohe dem öffentlichen Sektor eine massive Pensionierungswelle, warnt Afi-Direktor Stefan Perini. „Hier rächt sich der jahrelange Aufnahmestopp.“ Fünf Jahre lang – beginnend 2012 – durfte im öffentlichen Dienst nicht neu rekrutiert werden. „Wird die Rekrutierung im öffentlichen Sektor nicht deutlich beschleunigt, geraten der Wohlfahrtsstaat und die Verwaltung gewaltig unter Druck“, befürchtet Perini.<h3> Öffentlicher Sektor – eine Frauendomäne</h3>Männer und Frauen halten sich in Südtirols Arbeitswelt zahlenmäßig die Waage, doch die Verteilung nach Branchen zeigt deutliche Unterschiede, hebt das Afi in seiner Studie hervor. <BR /><BR />Gerade der öffentliche Sektor ist weiblich geprägt. Im Gesundheitswesen sind 79 Prozent der Angestellten Frauen, in der Bildung 78 Prozent und in der öffentlichen Verwaltung 66 Prozent. In diesen Berufen ist auch der Anteil von Teilzeitstellen am höchsten. <BR /><BR />Männer sind hingegen in der Privatwirtschaft tätig. Im Baugewerbe sind 89 Prozent der Angestellten Männer, im verarbeitenden Gewerbe 79 Prozent und in der Landwirtschaft 64 Prozent. Diese Berufe gelten auch als Vollzeitsektoren.