Der Unternehmerverband Südtirol sieht daher dringenden Handlungsbedarf. <BR /><BR />„Die Forschungsarbeit der Banca d’Italia bestätigt die starke Innovationsbereitschaft unserer Unternehmen“, so der für Digitalisierung zuständige Vizepräsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Klaus Mutschlechner. „Die Investitionen in Industrie 4.0, Innovation und Digitalisierung sind auch in der Pandemie nicht unterbrochen worden, im Gegenteil, einige Veränderungen wurden dadurch beschleunigt. In Zukunft wird noch mehr Einsatz in diesem Bereich nötig sein. Die Anstrengungen der Unternehmen müssen aber von den ebenso wichtigen Bemühungen des öffentlichen Sektors und des Ausbildungssystems begleitet werden“, so Mutschlechner. <BR /><BR />Großen Aufholbedarf hat Südtirol im Bereich der Infrastrukturen: Bei der Breitbandanbindung scheint Südtirol unter den schlechtesten Regionen Italiens auf, so Bankitalia. „Der PNRR stellt wichtige Finanzierungen für den Ausbau des Breitbandnetzes zur Verfügung: Diese Chance muss unbedingt genutzt werden, um eine moderne und effiziente Infrastruktur aufzubauen, die in ganz Südtirol Unternehmen und Bürgern einen Zugang zu gleichwertigen Bedingungen ermöglicht“, unterstreicht Mutschlechner. <BR /><BR />Ebenso strategisch ist die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. „Dies ist ein ausschlaggebender Schritt, um Abläufe zu vereinfachen und die laufenden Ausgaben einzudämmen“, erklärt der Vizepräsident des Unternehmerverbandes. Ein ganz konkretes Beispiel dafür ist die Vereinheitlichung der öffentlichen Datenbanken, um zu vermeiden, dass Bürger und Unternehmen immer wieder Daten und Informationen einpflegen müssen, über die die öffentliche Verwaltung bereits verfügt. <h3> Fokus auf MINT-Fächer</h3>Abschließend unterstreicht Mutschlechner die Bedeutung der Bildung: „Im Zentrum der Digitalisierungs- und Innovationsprozesse stehen immer die Menschen und ihre Kompetenzen. Südtirol hat noch ein starkes Entwicklungspotenzial bei der Anzahl an Akademikern, insbesondere im technisch-wissenschaftlichen Bereich.“ Die ständige Zusammenarbeit mit den Schulen und der Universität trage erste Früchte und in Zukunft wünsche man sich, dass immer mehr Jugendliche, insbesondere Mädchen, so genannte MINT-Fächer für ihre Ausbildung wählen. <BR />