Donnerstag, 30. September 2021

Brenner-Korridor: Erste Tests mit Brennstoffzellen-Lkws

Emissionsfreier Warentransport entlang des Brennerkorridors: Der Auftakt zu einem neuen Kapitel der Nachhaltigkeit hat in diesen Tagen an der Wasserstofftankstelle in Bozen Süd stattgefunden. Aktuell führt ein Brennstoffzellen-LKW von Hyundai mit logistischer Unterstützung durch das Wasserstoffzentrum Bozen erste Testfahrten entlang des Brenner-Korridors durch.

In Bozen wurde der Brennstoffzellen-Lkw erstmals betankt.
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In Bozen wurde der Brennstoffzellen-Lkw erstmals betankt. - Foto: © Institut für Innovative Technologien (IIT) Bozen
Im Rahmen dieser Pilotphase fand auch eine nationale Premiere statt: Erstmals wurde in Italien ein Lkw mit Wasserstoff betankt. Anlässlich dieses Ereignisses fanden sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft am Wasserstoffzentrum ein, um sich aus erster Hand über die technischen Details dieses elektrisch angetriebenen Brennstoffzellen-LKWs zu informieren und eine Probefahrt zu machen.



Im Rahmen einer längeren Testreihe befährt aktuell der Wasserstoff-Lkw von Hyundai täglich die Brenner-Strecke – der Auftakt einer neuen Phase in der Mobilität: „Es braucht nachhaltige, umweltfreundliche Lösungen für den Brenner-Korridor, und dieser Lkw zeigt uns klar die Richtung auf, in welche die Entwicklung gehen soll: ein nachhaltiger Schwerverkehr mit einem grünen, emissionsfreien Treibstoff made in Südtirol“, unterstreicht Landesrat Daniel Alfreider.

Etliche Modelle dieses Lkws werden bereits erfolgreich in der Schweiz von Unternehmen in der Auslieferlogistik eingesetzt, und so ließen es sich auch zahlreiche Interessierte aus der Wirtschaft nicht nehmen, den emissionsfreien LKW aus der Nähe zu betrachten: Neben den Handwerkerverbänden lvh.apa und CNA-SHV waren auch Vertreter der Frächter (Gruber Logistics, EMT, Fercam,), der Wirtschaft (Mila) sowie der Brennerautobahn und von Alperia zugegen. Auf Grund seiner Reichweite von rund 400 Kilometern und einer Betankungszeit von maximal 20 Minuten vereint dieses Fahrzeug ausreichend Reichweite mit einer kurzen Betankungszeit - ein Erfolgsrezept, um den Schwerverkehr in absehbarer Zeit emissionsfrei zu gestalten.

Bozen als Stützpunkt

Dass die Wahl auf Bozen als Stützpunkt für die Testreihe fiel, hängt mit der europaweit bekannten Verlässlichkeit der Wasserstoff-Tankstelle in Bozen zusammen: Hier haben in der Vergangenheit schon verschiedenste PKW- und Bushersteller ihre neuen Modelle ausführlichen Tests unterzogen.

Dass jetzt Tests mit LKWs auf der Brennerachse folgen, zeigt, dass die Wasserstoff-Tankstelle samt dazugehöriger Wasserstoffproduktion in Bozen ihren Zweck als Pilot- und Testanlage auch weiterhin bestens erfüllen wird.

„Bisher hat das Wasserstoffzentrum als Demo- und Testanlage für PKWs und Busse gedient“, freut sich Thomas Klauser, Direktor des Instituts für Innovative Technologien (IIT) Bozen, „und dazu beigetragen, dass diese Technologie in Südtirol geschätzt und im Alltag eingesetzt wird. Dass SASA nun in ihrem Depot eine eigene Wasserstoff-Tankstelle für ihre neue H2-Busflotte errichtet, zeigt, dass wir dieses Kapitel erfolgreich abgeschlossen und wie geplant weitergeben haben; ein wichtiger Schritt, der bei uns wieder Platz und Ressourcen frei macht, um uns der nächsten Entwicklungsstufe in der emissionsfreien Mobilität widmen zu können - dem Warentransport und Schwerverkehr mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen.“

stol