Mittwoch, 06. Juli 2016

Brenner: Rentner fordern solidarisches Europa

Am Mittwoch haben am Brenner die italienische Rentnergewerkschaft SPI CGIL und die österreichischen Pensionisten im Österreichischen Gewerkschaftsbund ein gemeinsames Dokument unterzeichnet, in dem sie Italien, Österreich und die EU auffordern, Europas solidarische Grundwerte zu bewahren.

Rentengewerkschafter aus Italien und Österreich forderten am Mittwoch am Brenner ein solidarisches Europa. - Foto: AGB
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Rentengewerkschafter aus Italien und Österreich forderten am Mittwoch am Brenner ein solidarisches Europa. - Foto: AGB

„Es besteht eine moralische Verpflichtung, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Behandlung zu garantieren, auch wen diese neue Vereinbarungen auf europäischer Ebene erfordert, durch welche eine gerechte Aufteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedsstaaten der EU erfordert“, schreiben die beiden Rentnergewerkschaften am Mittwoch in einer Aussendung.

Treffen am Brenner

Um dieses Prinzip zu unterstreichen, haben sich die  SPI CGIL und Pensionisten ÖGB am Brenner getroffen. Unter den Anwesenden waren auch  der Generalsekretär von SPI CGIL, Ivan Pedretti  und der Präsident der Pensionisten ÖGB, Werner Thum. Neben den österreichischen und Südtiroler Vertretern beteiligten sich ebenso Delegationen aus dem Veneto, Friaul-Julisch Venetien, der Lombardei, Emilia Romagna und dem Trentino an der Initiative.

Brennerpass als Symbol der Freiheit

„Rechte ohne Grenzen. Der Brennerpass als Symbol der Freiheit“ nannten die Organisatoren die Initiative, mit der sie die europäischen Grundprinzipien wie Solidarität, Freiheit und soziale Gerechtigkeit stärken wollen. Die Rentnergewerkschaften forderten eine nachhaltige Regelung der Migrationsflüsse, damit den Flüchtlingen eine menschenwürdige Aufnahme ermöglicht werden kann. 

"Europa darf keine Festung werden"

„Wir verurteilen jegliche rassistische Aussagen und jegliche Form der Gewalt gegen Menschen, die Asyl beantragen. Europa darf sich nicht in eine Festung verwandeln. Menschen auf der Flucht müssen respektvoll behandelt werden und sie müssen das Recht haben, einen Asylantrag zu stellen“, so die Rentnergewerkschaften SPI CGIL und Pensionisten ÖGB abschließend.

stol

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