Die Straße ist ein guter Gradmesser über den Gesundheitszustand der Wirtschaft – nirgendwo sonst lassen sich Rezession und Wachstum besser und unmittelbarer beobachten als auf dem grauen Asphalt. Beim LKW-Verkehr verzeichnete die A22 in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 ein Plus von rund drei Prozent. In den vergangenen Krisenjahren waren erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 1990 weniger LKW als im jeweils vorangegangen Jahr gezählt worden. Im Schnitt um bis zu zehn Prozent allein 2009. Auch die Situation im Pkw-Verkehr ist – für die A22 – zufriedenstellend. Insgesamt stieg der durchschnittliche Tagesverkehr um 2,07 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Betrug der Reinerlös im ersten Halbjahr 2008 noch 29,1 Millionen Euro, sank er im vergangenen Jahr auf 14,1 Millionen Euro. Tendenz steigend heißt es im Jahr 2010: In den ersten sechs Monaten des Jahres erwirtschaftete die Brennerautobah einen Reinerlös von 22,11 Millionen Euro.