Die Haupttunnelröhren des Bauloses „H53 Pfons-Brenner“ schlossen an das Südtiroler Baulos „H61 Mauls 2-3“ an, das bereits fertiggestellt war. Seit März 2024 arbeitete man sich dort mittels Sprengvortrieb in Richtung Süden bis zur Staatsgrenze. <BR /><BR />Rund sechs bis acht Mitarbeiter waren im Vier-Schicht-Betrieb rund um die Uhr mit den Vortriebsarbeiten beschäftigt. Als besonders herausfordernd hätten sich das harte Zentralgneis-Gestein, Felstemperaturen von etwa 30 Grad Celsius sowie lange Transportwege erwiesen, so die Verantwortlichen. Der Zusammenschluss erfolgte 1.400 Meter unter dem Brennerpass auf rund 794 Metern Seehöhe. Die Vergabesumme für den Abschnitt hatte sich auf 959 Millionen Euro belaufen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1340994_image" /></div> <BR /><BR />Insgesamt 220 des 230 Kilometer langen Tunnelsystems waren nunmehr ausgebrochen. Letzte Vortriebsarbeiten gab es laut BBT SE im Baulos „H53 Pfons-Brenner“ noch in Richtung Innsbruck, wo sich die Tunnelbohrmaschinen „Wilma“ und „Olga“ durch das Gestein graben würden.<BR /><BR />Der seit 2007 im Bau befindliche Brennerbasistunnel ist ein reiner Zugtunnel mit einer Gesamtlänge von 64 Kilometern, der zwischen der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck und dem Südtiroler Franzensfeste in Italien - hier auf 55 Kilometern - verläuft. Er gilt als Kernelement der neuen Bahnverbindung von München nach Verona. <BR /><BR />Nach der im Jahr 2031 geplanten Fertigstellung und voraussichtlich im Jahr darauf stattfindenden Inbetriebnahme wird der für Güter- und Personenzüge vorgesehene Tunnel laut ÖBB die „längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt“ sein.<BR /><BR /> Güterzüge sollen mit bis zu 160 km/h und Personenzüge mit bis zu 250 km/h durch den Tunnel fahren können. Die Strecke soll somit in 25 statt 80 Minuten bewältigt werden können. Als Gesamtprojektkosten wurden 10,5 Milliarden Euro veranschlagt.