Dienstag, 21. Februar 2017

Brennerbasistunnel: Zulaufstrecke Süd im Unterland genehmigt

Die Landesregierung hat die Vorschläge zur Abänderung der Bauleitpläne für die Zulaufstrecke Süd zum Brennerbasistunnel im Unterland am Dienstag genehmigt.

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Von den Bauleitplanänderungen betroffen sind die Gemeinden Leifers, Branzoll, Deutschnofen, Aldein, Auer, Montan, Neumarkt und Salurn. Damit sind die urbanistischen Voraussetzungen für die weitere Projektierung der Tunnelvariante geschaffen.

Tunnelvariante beschlossen

Zuvor waren mehrere Möglichkeiten aus geologischer, hydrogeologischer und ökologischer Sicht überprüft worden. Letztlich erhielt die Tunnelvariante gegenüber allen anderen den Vorzug. Die Gemeinden haben jetzt 60 Tage Zeit, um ihre Stellungnahmen abzugeben.

Ein Vorteil der Tunnelvariante - dies ergab die Machbarkeitsstudie -, besteht darin, dass sie realisiert werden kann, ohne dabei mit den Handwerks- und Wohnbauzonen und den landwirtschaftlichen Grünflächen, an denen sie vorbeiführt, in Konflikt zu treten. Ein Grund dafür ist, dass die Trasse nur an zwei kurzen Abschnitten bei Auer und Neumarkt überirdisch verläuft.

Auch sei für die Lagerung des Aushubmaterials nur ein kleines Areal notwendig, heißt es in einer Mitteilung des Landespressedienstes. Auch in Bezug auf die Kosten habe sich die Tunnelvariante als die günstigste erwiesen.

Darüber hinaus könnten mit dieser Variante geologische Verwerfungen wie die sogenannte „Truden-Linie“ umgangen und Abschnitte, die durch Natura-2000-Gebiete verlaufen, auf ein Minimum reduziert werden.

Verbesserungen möglich

Die Bauleitplanänderung sieht vor, dass die ausgewählte Trasse verbessert werden kann, indem auf der Grundlage der geologischen, ökologischen und technischen Studien, die noch durchzuführen sind, auf einem Abschnitt von 750 Metern noch Veränderungen vorgenommen werden.

Die Eintragung der Zulaufstrecke Süd in den Bauleitplänen war auch deshalb notwendig, weil damit die urbanistischen Voraussetzungen für die Projektierung im Unterland geschaffen wurden. Es können die Gespräche mit den Vertretern der RFI (Rete Ferroviaria Italiana) beginnen, und es können alle weiteren technischen Untersuchungen durchgeführt werden.

lpa/stol

stol