Mittwoch, 27. Mai 2015

Brillenkonzern finanziert Restaurierung der Accademia-Brücke

Noble und finanzkräftige Gönner muss man haben: 1,7 Millionen Euro spendet das weltweit größte Brillenunternehmen Luxottica der Gemeinde Venedig für die Restaurierung und der Instandhaltung der Brücke.

Die Accademia-Brücke in Venedig soll restauriert werden.
Die Accademia-Brücke in Venedig soll restauriert werden. - Foto: © APA/EPA

Eine brillante Finanzierung: „Dank dieser freigiebigen Unterstützung können wir nicht nur der Stadt, sondern der ganzen Welt ein Symbol Venedigs zurückgeben“, heißt es in einer Presseaussendung der Gemeinde Venedig.

Der „Ponte dell'Accademia“ ist die einzige Holzbrücke am Canal Grande. Eine erste unweit der Galleria dell'Accademia wurde im 19. Jahrhundert errichtet, sie war aus Eisen.

Im frühen 20. Jahrhundert wollte man diese Struktur ersetzen. Dazu wurde im Jahr 1933 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den zwei Architekten gewannen. Ihr Entwurf wurde nie umgesetzt, dafür wurde ein Provisorium aus Holz errichtet.

Dieses wurde vor rund 30 Jahren restauriert und mit einer Stahlkonstruktion verstärkt.

Italiens Kunstschätze retten: private Brückenbauer

Die Brücke, auf der jährlich acht Millionen Personen gehen, ist seit Jahren schon renovierungsbedürftig.

Immer mehr Industriekapitäne greifen in die Tasche, um Italiens Kunstschätze zu retten. Der italienische Unternehmer Renzo Rosso, Gründer des renommierten Modekonzerns Diesel, hatte 2012 den Auftrag für die Restaurierung der Rialto-Brücke in Venedig erhalten. Fünf Millionen Euro hatte Rosso in die Restaurierung der Brücke investiert.

Luxottica und Rosso nehmen sich ein Beispiel an Diego Della Valle, Besitzer der Modegruppe Tod's, die derzeit das Kolosseum restauriert. 25 Mio. Euro hat Della Valle für die Restaurierung des Kolosseums locker gemacht.

dpa

stol