„Jetzt kommt es darauf an, dass aus dieser Meisterleistung made in Berlin ein Welterfolg wird“, sagte Brüderle am Dienstag in Berlin, wo er das in München gestartete Auto am Morgen empfing und an einer Probefahrt durch den Hof seines Ministeriums teilnahm.Deutschland habe mit diesem Weltrekord einmal mehr bewiesen, dass es weltweiter Technologieführer sei. Das Projekt wurde gemeinsam von dem jungen Berliner Technologieunternehmen DBM Energy und dem Energieanbieter lekker Energie durchgeführt.„Die Forschung ist abgeschlossen, jetzt geht das Verkaufen los“, sagte der Geschäftsführer der lekker Energie, Thomas Mecke. DBM-Chef Mirko Hannemann berichtete, dass vor der Weltrekordfahrt 50 Experten sechs Wochen lang fast rund um die Uhr an der Technik gefeilt hätten. Viele Außenstehende hätten nicht an den Erfolg geglaubt, da es sich um ein sehr junges Unternehmen handelt, sagte der 27-Jährige. Das Projekt wurde vom deutschen Ministerium für Wirtschaft unterstützt.Der umgebaute Audi A2 fuhr mit im Schnitt 90 Kilometern pro Stunde nach Berlin und hatte bei der Ankunft im Wirtschaftsministerium noch 18 Prozent Ladeleistung. Der Wagen ist voll funktionsfähig: Er ist mit vier Sitzen ausgestattet, hat einen vollständig nutzbaren Kofferraum, Servolenkung, Airbags und Komfortfunktionen wie Klimatisierung, Sitzheizung und Radio.Die Batterie wurde auf Lithium-Metall-Polymer-Basis gebaut und setzt sich aus diversen Komponenten zusammen. Brüderle betonte: „Der Schlüssel beim Elektroauto ist die Batterietechnik.“ Mit 600 Kilometer Reichweite sei man hier in eine neue Dimension vorgestoßen. Das entspreche der Reichweite eines vollgetankten Autos.dpa