Die 175 CITES-Vertragsstaaten treffen sich Ende März in Doha am Persischen Golf. Dort könnte ein Bann noch in diesem Jahr beschlossen werden. Die EU will dort geschlossen abstimmen, darum braucht Damanaki möglichst rasch die Zustimmung der Mitgliedstaaten zu ihrem Vorschlag.Der Rote Thunfisch drohe bald völlig ausgerottet zu werden, warnte Damanaki. Die Tagung in Doha sei die letzte vor 2013, darum sei jetzt die Zeit zu handeln. In der EU verfügen vor allem Frankreich, Spanien und Italien über große Thunfischflotten.Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte den Kommissionsvorstoß als „wichtiges Signal für die Rettung des Mittelmeer-Thunfisches“. 80 Prozent des von der EU im Mittelmeer gefangenen Roten Thunfisches landen auf dem japanischen Markt für Sushi-Gerichte, wie Greenpeace mitteilte. Dabei würden Preise bis zu 100.000 Euro pro Tier erreicht. In der EU selbst gibt es fast keinen Markt für den Thunfisch.Der französische Agrarminister Bruno Le Maire nannte den Vorschlag Damanakis eine Annäherung an die Position Frankreichs. Es seien aber noch mehrere Punkte offen, darunter Schutzmaßnahmen für die kleine Küstenfischerei. „Da ist noch Arbeit nötig.“Grundsätzlich ist aber auch Frankreich dafür, dass Roter Thun in Anhang I des CITES-Übereinkommens aufgenommen werden soll. In Anhang I sind vom Aussterben bedrohte Arten aufgeführt, deren Handel besonders streng geregelt sein muss und nur in Ausnahmefällen erlaubt werden darf. Die Aufnahme von Rotem Thun in Anhang I würde bedeuten, dass der Fisch nicht mehr international gehandelt werden darf.dpa