Das sagt Cambridge-Ökonom und Bestseller-Autor Ha-Joon Chang in einem Interview im Wirtschaftsmagazins „trend“ zur zugespitzten Lage in Zypern, die spätestens in der Nacht auf Montag gelöst werden sollte.Der gebürtige Südkoreaner hofft für die EU beziehungsweise ihre Gemeinschaftswährung Euro insgesamt auf eine „engere politische Integration, damit die Währung besser funktionieren kann – so wie in den USA. Das kann natürlich letztlich dazu führen, dass einige Länder die Währungsunion verlassen wollen.“ Die Euro-Gründer hätten „mit fünf oder sechs Kernländern starten und die Währungsunion langsam entwickeln sollen“, so Chang im „trend“.Zur Deckelung der Bankerboni sagte Chang, dies könnte „dazu führen, dass die Banker weniger Risiko nehmen. Das wäre gut.“ Wenn das System jetzt nicht geändert werde, „dann wird es wieder schiefgehen“. Bei der Neuzulassung von Medikamenten werde penibel geprüft, ob Schaden für den Konsumenten entstehen kann, bevor ein neues Produkt auf den Markt kommt. „In der Finanzindustrie dürfen die Leute alles.“apa