Samstag, 20. Mai 2017

Campen in Südtirol: Bis Herbst ausgebucht

Die Campingplätze für den Sommer 2017 sind gebucht und eines kann man jetzt schon sagen: In Südtirol ist kaum noch ein Plätzchen frei.

Agrar-Romantik und eine toller Blick: Das Versprechen sich die Gäste auf Südtirols Campingplätzen.
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Agrar-Romantik und eine toller Blick: Das Versprechen sich die Gäste auf Südtirols Campingplätzen.

Die 46 Südtiroler Campingplätze können schon jetzt von einer gut ausgelasteten Saison ausgehen: Bis Herbst ist fast alles bereits vergeben. Diese „optimale“ Auslastung bestätigt auch Erich Egger, Präsident der Vereinigung der Campingplatzbetreiber Südtirol.

Wie Egger erklärt, gab es in den vergangenen Jahren einen regelrechten Trend zur alternativen Ferienform: Camping wird immer beliebter. Während im Jahr 2015 noch knapp über eine Million Gäste auf Südtirols Campingplätzen gab, waren es 2016 bereits 1000 Gäste mehr.

Die Gäste kommen wieder      

Als Grund dafür nennt der Präsident der Campingplatzbetreiber Südtirol die Schönheit des Landes. Gäste hätten es bereits als „Paradies auf Erden gelobt“ und kommen immer wieder. Auch bleiben Camper gerne länger als Hotelgäste. Im Vergleich verbringen Gäste durchschnittlich 3 Nächte im Hotel und 4 auf dem Campingplatz.

Kleine Campingplätze, viele Gäste

Da in Südtirol die Campingplätze oft recht klein sind - mit durchschnittlich 50 Plätzen pro Struktur - mussten Gäste bereits des Öftern weggeschickt werden: Es gab einfach keinen Platz. Dem entgegen zu wirken sei nicht so einfach, denn das Bauen oder Erweitern von Campingplätzen würde von allen Seiten blockiert, so Präsident Egger. Die Gemeinden seien oft skeptisch, Hoteliers hätten Angst vor der Konkurrenz und die Grünen würden jedes Bauvorhaben als Verlust für Mutter Natur sehen.

Dabei sei der Campinggast eine Bereicherung für Südtirols Tourismus. Erich Egger definiert ihn als ganz eigene Kategorie: „Camper gehen nicht ins Hotel. Sie bleiben lieber unter sich.“ 

wh/stol

stol