Mittwoch, 01. Juli 2020

Caritas Italia meldet starken Zuwachs bei Hilfsanfragen

Die italienische Caritas meldet eine zunehmende Zahl von Hilfe Suchenden seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie.

34 Prozent der Hilfsbedürftigen werden als „neue Arme“ eingestuft.
34 Prozent der Hilfsbedürftigen werden als „neue Arme“ eingestuft. - Foto: © shutterstock
In den Monaten des Lockdowns zwischen März und Mai unterstützte die Caritas 450.000 Personen, davon 61,6 Prozent Italiener, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht.

34 Prozent der Hilfsbedürftigen werden als „neue Arme“ eingestuft, das heißt Menschen, die sich zuvor nie an die Caritas gewendet hatten. Dies entspricht laut Caritas-Bericht circa 130.000 Personen. Zu den häufigsten Problemen, mit denen die Hilfsbedürftigen konfrontiert sind, zählen Jobverlust sowie Probleme bei der Zahlung der Miete.

Caritas-Mitarbeiter zahlen hohen Preis

Viele seien auch mit psychischen Problemen wie Depressionen belastet.
Die Caritas-Mitarbeiter unterstützten Hilfsbedürftige unter anderem bei der Zahlung von Rechnungen, bei der Suche nach einer Beschäftigung sowie bei der Beantragung von Stützungsmaßnahmen bei den Behörden. Es wurde festgestellt, dass viele Menschen Opfer von Wucherern und von Misshandlungen in der Familie sind.

Die Caritas-Mitarbeiter zahlen einen hohen Preis für ihr Engagement. 179 Personen haben sich mit Coronavirus infiziert, 20 von ihnen erlagen dem Virus.

apa

Schlagwörter: