Samstag, 14. Juli 2018

China drängt Pharmakonzerne zu niedrigeren Preisen für Krebsmittel

Die chinesischen Behörden wollen die Kosten für Krebsmedikamente senken.

In der Volksrepublik wächst die Zahl der Krebskranken, weil die Menschen älter werden und mitunter starker Umweltverschmutzung ausgesetzt sind.
In der Volksrepublik wächst die Zahl der Krebskranken, weil die Menschen älter werden und mitunter starker Umweltverschmutzung ausgesetzt sind. - Foto: © shutterstock

Es seien Verhandlungen mit 10 ausländischen und 8 inländischen Pharmakonzernen geplant, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Die Unternehmen hätten bereits ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.

Zahl der Krebskranken in China steigt

Die staatliche Versicherungsanstalt wolle damit zugleich die Erstattung weiterer Arzneien ermöglichen, um so die Kosten für die Patienten zu verringern. In der Volksrepublik wächst die Zahl der Krebskranken, weil die Menschen älter werden und mitunter starker Umweltverschmutzung ausgesetzt sind.

Zu der Entwicklung trägt aber auch bei, dass viele chinesische Männer zum Teil stark rauchen. Die Überlebensrate von Krebskranken nach 5 Jahren lag 2015 laut chinesischen Politikern insgesamt bei 30 Prozent. In den USA war sie mehr als doppelt so hoch.

Medikamente sollen billiger und leichter zugänglich sein

Die Führung in Peking hat in Aussicht gestellt, Krebs-Medikamente und -Behandlungen billiger und leichter zugänglich zu machen. Eine Verbesserung des Versicherungsschutzes stellt aber angesichts der auch in China alternden Gesellschaft eine große Herausforderung dar.

Laut Xinhua wurden im vergangenen Jahr bereits 16 Krebs-Medikamente zur Kostenerstattung zugelassen. Die Preise dafür wurden demnach im Schnitt um 44 Prozent gesenkt.

apa/reuters

stol