Montag, 25. Juni 2018

China finanziert weitere Goldmine in Tadschikistan

China baut seinen Einfluss auf die Goldförderung der benachbarten Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien aus. Für 200 Millionen US-Dollar (172 Millionen Euro) aus China wird im Kreis Aini im Norden von Tadschikistan eine neue Anlage zur Förderung und Produktion von Gold gebaut. Sie soll ab 2020 je 1,5 Tonnen des Edelmetalls jährlich liefern.

China ist der größte Goldproduzent der Welt (Symbolbild).
China ist der größte Goldproduzent der Welt (Symbolbild). - Foto: © shutterstock

Der staatliche tadschikische Aluminiumkonzern Talco halte 50 Prozent Anteile an der Anlage, teilte das Präsidialamt in der Hauptstadt Duschanbe mit. Zwischen 1000 und 2000 Arbeitsplätze sollen in der unterentwickelten Region entstehen.
Die Vorräte der Mine werden auf 50 Tonnen Gold, 44 Tonnen Silber und 184 Tonnen Quecksilber geschätzt.

Tonnenweise Antimon 

Außerdem sollen dort 265.000 Tonnen des für Legierungen wichtigen Metalls Antimon lagern. Tadschikistan ist zwar die ärmste frühere Sowjetrepublik, verfügt aber über eine Reihe wertvoller Bodenschätze. 2017 wurden dort bereits 5,5 Tonnen Gold gefördert, die Weltproduktion lag bei 3150 Tonnen.

China, selbst größter Goldproduzent der Welt, hält noch Anteile an 4 anderen Goldminen in Tadschikistan. Die Schürfrechte wurden unter anderem mit dem Bau eines Heizkraftwerks in Duschanbe abgegolten. Von 2,9 Milliarden US-Dollar tadschikischer Auslandsschulden entfallen 1,2 Milliarden Dollar auf den großen Nachbarn.

apa/dpa 

stol