Dienstag, 16. Juni 2015

China hat vier Millionen Millionäre

Laut Studie der Beratungsfirma BCG habe eine Million der chinesischen Millionäre erst 2014 ihren Reichtum auf mehr als eine Million Dollar gesteigert. Die Reichen werden allerdings weltweit immer reicher.

Die Superreichen werden immer reicher.
Die Superreichen werden immer reicher. - Foto: © shutterstock

Es ist ein Klischee, doch Studien bestätigen es oft: Die Reichen werden immer reicher. 2014 war für Vermögende wieder ein gutes Jahr. Das gilt auch für Deutschlands Superreiche. Allerdings sind Asiens und dabei vor allem Chinas Millionäre auf der Überholspur.

Der weltweite Reichtum steigt weiter kräftig. 2014 legten die privaten Finanzvermögen im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent auf 164 Billionen US-Dollar (146 Billionen Euro) zu. Das ist das Ergebnis einer am Montag in New York veröffentlichten Studie der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG).

Die Vermögen konzentrieren sich demnach noch stärker bei den Superreichen. Die regionale Verteilung verändert sich aber – vor allem dank des Vermögensbooms in China hat der asiatisch-pazifische Raum ohne Japan Europa überholt und dürfte bald auch die USA hinter sich lassen.

Vor allem Aktien haben viele Chinesen reich gemacht: Das Leitbarometer an der Börse in Shanghai hatte im vergangenen Jahr 50 Prozent an Wert gewonnen. In der Rangliste der Länder mit den meisten Millionären stehen die USA (rund 7 Millionen) vor China an der Spitze. Danach folgt Japan.

Die Zahl der Millionäre weltweit kletterte im letzten Jahr nach Angaben der Beratungsfirma deutlich von 15 auf 17 Millionen.

Die höchste Millionärsdichte macht die Studie in der Schweiz aus, wo 135 von 1000 Einwohnern mehr als eine Million Dollar auf der hohen Kante hatten. Dahinter folgen Bahrain, Katar, Singapur, Kuwait und Hongkong.

In Deutschland nahm die Zahl der Millionäre zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 350.000 zu, damit landete die Bundesrepublik auf Rang sieben des Rankings.

Deutlich schneller – um 6,9 Prozent – wuchsen die Vermögen der Superreichen hierzulande. 679 deutsche Haushalte mit Privatvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar zählten die BCG-Forscher. Damit rangiert Deutschland hinter den USA, China, Großbritannien und Indien auf Platz fünf.

dpa

stol