Die italienische Regierung erwägt nach Presseberichten, beim Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Ende des Monats eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen. Italien wäre die bisher größte Volkswirtschaft und das erste Mitglied der Gruppe der wichtigen Industrienationen (G7), das sich dem auch „Belt and Road“-Initiative (BRI) genannten Projekt anschließt.Ende April lädt China zum zweiten Mal zu einem Forum zu der Initiative ein. Russlands Präsident Wladimir Putin hat bereits zugesagt, sagte der Außenminister. Die „Neue Seidenstraße“ steht im Mittelpunkt einer Weltordnung in Chinas Sinne. Es geht um milliardenschwere Investitionen in Wirtschaftskorridore zwischen China und Europa, Afrika, bis nach Lateinamerika, aber auch in Asien.Widerstand in EUDen Europäern fehlt es an internationalen Standards, Transparenz, Umweltschutzgarantien, gleichen Wettbewerbsbedingungen und öffentlichen Ausschreibungen. Europäische Unternehmen wären zwar interessiert, doch machen zu 90 Prozent chinesische Unternehmen das Geschäft. Gewarnt wird auch, dass kleinere Staaten leicht in eine „Schuldenfalle“ und hohe Abhängigkeit von China geraten könnten.Wer mitmachen will, muss eine scheinbar harmlose Vereinbarung unterschreiben. Frankreich, Deutschland oder auch Großbritannien lehnen es rundweg ab, weil sie aus ihrer Sicht „Fallstricke“ enthält. So wird „Respekt vor Kerninteressen“ gefordert. Damit meint China seine Machtansprüche auf weite Teile des Ost- und Südchinesischen Meers oder auch auf das demokratische Taiwan. EU-Länder wie Griechenland, Portugal oder Ungarn haben die Vereinbarung schon unterschrieben, weil sie auf chinesische Investitionen hoffen.dpa