Freitag, 04. August 2017

China will Auslandsübernahmen erschweren

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission sowie das Handelsministerium wollen alle Geschäfte künftig sorgfältiger prüfen, wie drei mit den Plänen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Demnach müssen Käufer ihre Pläne begründen.

Die kommunistische Staatsführung in Peking versucht, den Abfluss heimischen Kapitals einzudämmen.
Die kommunistische Staatsführung in Peking versucht, den Abfluss heimischen Kapitals einzudämmen. - Foto: © shutterstock

Auch finanzielle Einzelheiten sollen offengelegt werden. Zudem sollen die Devisen- und die Börsenaufsicht die Kreditvergabe ausländischer Filialen chinesischer Banken unter die Lupe nehmen.

Staatsführung in Peking will Abfluss des heimischen Kapitals eindämmen

Die Aufsichtsbehörden beschränken derzeit Auslandsgeschäfte chinesischer Konzerne – vor allem jene, die nicht als strategisch wichtig eingeschätzt werden. So wurden Banken angewiesen, dem Immobilienkonzern Dalian Wanda für mehrere Auslandsgeschäfte kein Geld zu leihen.

Die kommunistische Staatsführung in Peking versucht damit, den Abfluss heimischen Kapitals einzudämmen. 2016 summierten sich die ausländischen Übernahmen chinesischer Unternehmen auf den Rekordwert von 221 Mrd. Dollar (186,3 Mrd. Euro). Im ersten Halbjahr 2017 waren es nur noch gut 64 Mrd. Dollar.

apa/reuters

stol