„Doch Peking betrachtet den Handelskrieg als unausweichliche Feuerprobe, aus der das Land gestärkt hervorgehen wird.“ China hatte am Freitag neue Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar angekündigt. Trump reagierte umgehend und gab bekannt, dass es zusätzliche Abgaben auf chinesische Güter im Volumen von rund 550 Milliarden Dollar geben soll. Außerdem rief der US-Präsident die heimischen Unternehmen dazu auf, China den Rücken zu kehren.Daraufhin schrieb nun das chinesische Boulevardblatt „Global Times”, das von der Zeitung „People's Daily” der regierenden Kommunistischen Partei veröffentlicht wird: „US-Firmen sind willkommen, im chinesischen Markt zu investieren und tätig zu sein, aber wenn manche US-Firmen Trumps Anordnung befolgen und sich Washingtons Handelskrieg anschließen, ist das Ergebnis schlimm. Die Entscheidung, den chinesischen Markt aufzugeben, wäre einfach nur Selbstmord.”Chinas Chefunterhändler Liu He demonstrierten aber einem Zeitungsbericht zufolge Dialogbereitschaft. Das staatlich unterstützte Blatt „Chongqing Morning Post” zitierte den stellvertretenden Regierungschef mit den Worten, sein Land sei willens den Konflikt in besonnenen Verhandlungen zu lösen. Er sei entschieden gegen eine weitere Eskalation. Dies habe Liu auf einer Technologiekonferenz gesagt. Liu ist Chinas Verhandlungsführer in den Gesprächen mit den USA.US-Präsident Trump sagte nun am Rande des G7-Gipfels in Biarritz, Peking wolle eine „Rückkehr an den Verhandlungstisch”. Das hätten ihm chinesische Regierungsvertreter mitgeteilt.Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA ist die chinesische Währung auf einen neuen Tiefstand gesunken. Auf dem Festland stand der Yuan am Montagvormittag (Ortszeit) im asiatischen Handel bei 7,1449 zum Dollar, das war der schwächste Wert seit Anfang 2008 und ein Rückgang von 0,69 Prozent im Vergleich zum Börsenschluss am Freitagabend.apa/ag