Sonntag, 14. Oktober 2018

Chinas Zentralbankchef wirbt für „konstruktive Lösungen“

Chinas Zentralbankchef Yi Gan hat im Handelsstreit mit den USA für „konstruktive Lösungen“ geworben. Die Spannungen verursachten „negative Erwartungen“ und „negative Unsicherheit“, sagte Yi am Sonntag bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Indonesien.

Chinas Zentralbankchef Yi Gan warnt vor enormen wirtschaftlichen Unsicherheiten.
Chinas Zentralbankchef Yi Gan warnt vor enormen wirtschaftlichen Unsicherheiten. - Foto: © shutterstock

„Vor uns liegen enorme Unsicherheiten“, warnte Yi. Deshalb müsse „die ganze Welt zusammenarbeiten, um konstruktive Lösungen zu finden“. Der IWF hatte am Samstag vor wachsenden Gefahren für das weltweite Wirtschaftswachstum gewarnt – und dies unter anderem mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China begründet.

Die beiden größten Volkswirtschaften überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit Strafzöllen und immer neuen Drohungen. Die USA kritisieren vor allem das hohe Handelsdefizit mit China, außerdem wirft Präsident Donald Trump der Volksrepublik Diebstahl geistigen Eigentums vor.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte Warnungen vor negativen Auswirkungen des Handelsstreits auf die Weltwirtschaft dagegen zurückgewiesen. Das Ziel der USA sei „sehr klar“, sagte Mnuchin am Samstag auf der IWF-Jahrestagung. Es gehe lediglich darum, „eine ausgewogenere Handelsbeziehung zu haben“.

apa/afp

stol