Der Verkauf von Christbäumen ist für viele Südtiroler Gärtnereien und Fachmärkte ein lukratives Geschäft in der Vorweihnachtszeit. „Es bringt uns einen wichtigen Umsatz zum Ende des Geschäftsjahres“, sagt auch Michael Puntaier, Leiter des Retail-Bereichs der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft (LHG). „In unseren Filialen in Südtirol und darüber hinaus verkaufen wir jedes Jahr rund 16.000 bis 17.000 Christbäume.“ <BR /><BR /><embed id="dtext86-67672900_quote" /><BR /><BR />Die Nordmanntanne bleibt die unangefochtene Nummer eins unter den Weihnachtsbäumen. Die Preise richten sich nach der Baumgröße: „In den Gartenmärkten liegt der Preis für Bäume bis 1,25 Meter bei 29 Euro“, erklärt Puntaier. Für einen Baum zwischen 1,25 und 1,5 Metern muss man etwa 40 Euro zahlen, während Tannen bis zu 2,30 Metern rund 45 Euro kosten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1104765_image" /></div> <BR /><BR />Auch in den meisten Gärtnereien bewegen sich die Preise in diesem Rahmen. „Der Verkauf von Christbäumen allein bringt den Gärtnereien jedoch keinen großen Gewinn“, erklärt Stephan Kircher, Vorsitzender der Südtiroler Gärtnervereinigung. Viel profitabler sei das Geschäft mit Weihnachtssternen, Orchideen und Adventskränzen. „Diese Zusatzverkäufe sind für viele Betriebe in der Adventszeit von großer Bedeutung, ebenso wie die Serviceleistungen, die sie ihren Kunden bieten.“<h3> Der Großteil der Bäume wird importiert</h3>Doch woher stammen die festlichen Bäume? „Wir beziehen unsere Tannen ausschließlich von einem großen dänischen Produzenten“, so Puntaier. Dänemark, zusammen mit Deutschland, gehört zu den führenden Produzenten von Weihnachtsbäumen in Europa. Schätzungen des Deutschen Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger zufolge gibt es in Europa rund 120.000 Hektar Anbaufläche für Christbäume.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="6751d1c31287df3c99df3cd9" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genially.com/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />„In Südtirol ist der Anbau von Weihnachtsbäumen kaum rentabel, da es schlichtweg an geeigneten großen Flächen fehlt“, erklärt Kircher. Zwar gebe es auch hierzulande einige Produzenten, für die es ein interessantes Nischengeschäft ist, doch die meisten Gärtnereien bestellen ihre Bäume bereits im Sommer bei Produzenten im Ausland.<h3> Echt oder Plastik: Was ist nachhaltiger?</h3>In Sachen Nachhaltigkeit hat tatsächlich die echte Tanne eine bessere Bilanz als der Plastikbaum. Dies belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Umweltschutz und Forschung (ISPRA). Laut der Untersuchung verursacht ein 2 Meter hoher künstlicher Baum etwa 40 Kilogramm CO2-Emissionen – das entspricht dem 10-fachen der Emissionen eines echten Baumes.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67672904_quote" /><BR /><BR />Der Grund: „Ein echter Baum wächst etwa 7 bis 8 Jahre auf dem Feld, bevor er gefällt wird, und bindet während dieser Zeit CO2“, erläutert Kircher. Zusätzlich werden viele Christbäume nach den Feiertagen als organischer Dünger zur Bodenverbesserung oder zur Energiegewinnung wiederverwendet. <BR /><BR />Obendrein ist die Züchtung der echten Tannen streng geregelt: Rund 90 Prozent stammen aus spezialisierten Baumschulen, in denen für jeden verkauften Baum ein neuer nachgepflanzt wird.<h3> Mit dem Christbaumkauf Gutes tun</h3>Seit mehreren Jahren unterstützt die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft Südtirol mit jedem verkauften Weihnachtsbaum die Aktion „Südtirol hilft“ – so auch heuer wieder. Für jeden verkauften Christbaum gehen 50 Cent an „Südtirol Hilft“, um Familien in Not Unterstützung zu bieten.