Montag, 18. September 2017

Cohousing in Rosenbach: Schlüsselübergabe an 24 Jugendliche

Das soziale und kulturelle Leben in Bozens Stadtviertel Oberau anzufachen ist die gemeinsame Aufgabe der ersten 24 Südtiroler Cohouser.

Startschuss für Cohousing in Rosenbach: Landesrat Tommasini bei der Schlüsselübergabe an 24 Jugendliche.
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Startschuss für Cohousing in Rosenbach: Landesrat Tommasini bei der Schlüsselübergabe an 24 Jugendliche. - Foto: © LPA

Die 24 Jugendlichen, die sich auf das Projekt des Land Südtirol und des Wohnbauinstituts einlassen und dafür zu einem günstigen Mietzins Wohnraum erhalten, kommen aus allen Landesteilen, haben unterschiedliche Bildungswege zurückgelegt und gehören verschiedenen Sprachgruppen an. Frauen sind ebenso vertreten wie Männer. Das Alter der ersten Cohouser Südtirols liegt zwischen 22 und 30 Jahren. 

Eine der Jugendlichen ist Asia. Auf die Frage, was sie für das Stadtviertel machen möchte, antwortet sie: „Einen Videodreh mit den Bewohnern.“ Ein Jugendlicher mit eidgenossischen Wurzeln ist Klavierlehrer, andere möchten ihre Erfahrungen aus ehrenamtlicher Tätigkeit beispielsweise in Kinderbetreuungsprojekte einbringen.

Alle haben sich die Teilnahme am Projekt über ein Auswahlverfahren gesichert. Am Montagabend haben sie gemeinsam mit den weiteren 23 Jugendlichen das Cohousing-Abkommen unterzeichnet und die Schlüssel für ihr neues Zuhause in Empfang genommen.

Soziale Verantwortung übernehmen

„Ziel des Projektes ist es, leistbaren Wohnraum für Jugendliche zu schaffen und dadurch deren Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen“, erklärte bei der Unterzeichnung Landeshauptmann Christian Tommasini, „gleichzeitig erwarten wir von den Jugendlichen, dass sie soziale Verantwortung übernehmen und sich mit eigenen Ideen in das Vereinsleben des Stadtviertels einbringen, kulturelle und soziale Projekte anstoßen, Coworking-Projekte entwickeln und so den sozialen Zusammenhalt stärken.“

Das Land hat dazu in Haslach/Rosenbach ein Gebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten bereitgestellt. Die 24 Jugendlichen bezahlen nun eine Miete von monatlich 130 Euro. Getragen wird das Projekt von den zwei Sozialgenossenschaften Irecoop und Altrimondi. 

lpa/stol

stol