Das Schreiben enthalte klare Fristen für die Umsetzung der Reformpläne und bestätige Italiens Vorhaben, bis 2013 eine ausgeglichene Bilanz vorzulegen, lobte gestern der Generaldirektor von Confindustria, Giampaolo Galli, bei einem Treffen mit ausländischen Journalisten in Rom.Bis Ende Dezember 2011 habe sich die Regierung vor der EU verpflichtet, die Dekrete zur Umsetzung der Universitätsreform über die Bühne zu bringen. Außerdem sollen noch bis Jahresende neue Gesetze verabschiedet werden, die Lehrlingsverträge für Jugendliche und die weibliche Beschäftigung fördern. Bereits bis Ende 2011 werde das Kabinett Steuerentlastungen für Unternehmer über die Bühne bringen, die in die Kapitalisierung ihres Konzern investieren. Dies sei in einer Phase der Kreditengpässe besonders vorteilhaft, meinte Galli. Auch die Maßnahmen zur Auflockerung des Kündigungsschutzes begrüßte der Vertreter der italienischen Industriellen. Mit weniger Bürokratie und einer modernen Verwaltung sollten die Bedingungen für Unternehmen verbessert werden, was das Wachstum im Land stimulieren werde.Lobenswert seien auch die Pläne zur Förderung einer stärkeren Flexibilität im öffentlichen Bereich, meinte Galli. „Heute ist nicht einmal Mobilität zwischen Ministerien möglich“, erklärte die „Nummer Zwei“ von Confindustria. Italiens Unternehmer seien bereit, ihre Rolle für die Eindämmung der Staatsschuld zu spielen. Galli sprach sich für eine Reichensteuer aus.mit