Dienstag, 03. November 2020

Corona-Maßnahmen: Handelskammer fordert Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent

Dem österreichischen Beispiel folgen: Das fordert die Handelskammer Bozen von der Südtiroler Politik. Die von den Schließungen betroffenen Unternehmen sollen einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent erhalten.

Zahlreiche lokale mussten schließen.
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Zahlreiche lokale mussten schließen. - Foto: © shutterstock
Wie am Montag bei einer Pressekonferenz des Landes bekannt gegeben wurde, müssen ab Mittwoch zahlreiche Südtiroler Betriebe schließen, erinnert die Handelskammer in einer Presseaussendung.

Auch in Österreich ist dies bereits seit heutigem Dienstag der Fall. Dort hat die Bundesregierung angekündigt, die betroffenen Unternehmen im November mit einem Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent zu unterstützen. Zur Berechnung werden die Umsätze vom Jahr 2019 herangezogen. Pro Betrieb gibt es maximal 800.000 Euro. Auch für den Handel, der in Österreich zwar offenhalten darf, aber mit starken Einschränkungen konfrontiert ist, sind Unterstützungsmaßnahmen geplant.

Die Handelskammer Bozen fordert, dass auch die Südtiroler Betriebe einen Umsatzersatz in dieser Größenordnung bekommen.

Stark in Mitleidenschaft gezogene Sektoren

Von den Schließungen in Südtirol betroffen sind Bars, Restaurants, Eisdielen, Konditoreien und Geschäfte (ausgenommen Geschäfte der Grundversorgung wie Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Trafiken) betroffen. Auch Hotels dürfen nur noch Gäste aufnehmen, die aus Berufsgründen in ihrem Betrieb nächtigen.

„Für diese bereits durch den Lockdown im Frühjahr stark in Mitleidenschaft gezogenen Sektoren bzw. Unternehmen stellen die Schließungen bzw. Einschränkungen einen harten Schlag dar. Wenn die betroffenen Betriebe in dieser schwierigen Phase nicht angemessen von der öffentlichen Hand unterstützt werden, befürchte ich, dass manche nach dem Ende dieses neuerlichen Lockdowns nicht mehr aufsperren werden. Sicherlich geht die Gesundheit vor, man muss aber auch leben und arbeiten können“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Verordnungsflut verunsichert die Menschen

In den vergangenen 10 Tagen hat das Land Südtirol mit der am heutigen Dienstag veröffentlichten Verordnung bereits vier verschiedene Verordnungen erlassen. Diese Verordnungsflut verunsichert die Menschen und Unternehmen stark.


stol

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