Dienstag, 05. Januar 2021

Coronakrise drückt Italiens Automarkt: Rückgang um 28 Prozent

Der italienische Automarkt leidet unter den Folgen der Coronakrise: Im vergangen Jahr wurden rund 28 Prozent weniger Neuwagen zugelassen als noch im Jahr davor.

Fiat Chrysler hat das Jahr 2020 mit einem Rückgang bei der Zahl der Neuzulassungen um 26,7 Prozent abgeschlossen.
Fiat Chrysler hat das Jahr 2020 mit einem Rückgang bei der Zahl der Neuzulassungen um 26,7 Prozent abgeschlossen. - Foto: © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Während der italo-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler FCA die am Montag besiegelte Fusion mit dem französischen Peugeot-Herstellers PSA und die Gründung des Autoriesen Stellantis feiert, ist in Italien die Nachfrage nach Fahrzeugen im Zuge der Coronakrise stark eingebrochen.

1,38 Millionen neue Fahrzeuge wurden 2020 in Italien zugelassen, das sind 27,9 Prozent weniger als 2019, teilte der Autobauerverband Unrae mit. Allein im Dezember wurde ein Rückgang um 14 Prozent verzeichnet. Die von der italienischen Regierung beschlossenen Steueranreize für den Erwerb ökologischer Fahrzeuge würden nicht genügen, um die Absatzeinbußen des Automarktes einzudämmen, klagte Unrae.

Die Entwicklung der nächsten Monate hänge stark von der Pandemie ab. „Es gibt keinen Anlass, besonders optimistisch zu sein“, warnte Primo Quagliano, Leiter des auf den Automarkt fokussierten Forschungszentrums Promotor laut der Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ (Dienstagsausgabe).

Fiat Chrysler hat das Jahr 2020 mit einem Rückgang bei der Zahl der Neuzulassungen um 26,7 Prozent abgeschlossen. In der Heimat Italien hält der Konzern einen Marktanteil von 24 Prozent. Zusammen mit PSA wird die neue Stellantis-Gruppe in Italien einen Marktanteil von 40 Prozent kontrollieren.

apa/stol