Freitag, 11. September 2020

Coronakrise in Italien: 90.000 Hotels und Lokale mussten schließen

90.000 Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants haben in Italien infolge der Coronakrise geschlossen. Weitere 600.000 Betriebe seien gefährdet, sollte ihr Umsatz in den nächsten Monaten nicht steigen, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des italienischen Handelsverbands Confesercenti hervor.

Weitere 600.000 Betriebe seien gefährdet, sollte ihr Umsatz in den nächsten Monaten nicht steigen. (Symbolbild)
Weitere 600.000 Betriebe seien gefährdet, sollte ihr Umsatz in den nächsten Monaten nicht steigen. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
Eine halbe Million Betriebe in den Bereichen Tourismus und Gastronomie sei zu Jobkürzungen bereit. Laut einer Umfrage unter den Verbandsmitgliedern seien 7 Prozent der touristischen Betriebe pleitegegangen. Fast jeder zweite Betrieb sei konkursgefährdet.
Bars, Lokale und Restaurants fürchten den bevorstehenden Herbst.

Tische im Freien werden dann wegfallen, wodurch sich die Zahl der Gäste weiter reduzieren werde. Besonders gefährdet seien kleinere Betriebe im Tourismus und in der Gastronomie, aber auch in den Bereichen Freizeit, Kultur und Sport. Die norditalienischen Regionen leiden weniger unter den Schwierigkeiten, als jene in Süditalien, ergab die Studie.

Der Tourismus macht etwa 13 Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts aus. Die Coronapandemie belastet den Sektor stark. Der Handelsverband drängt auf eine Senkung der Mehrwertsteuer als Maßnahme zur Wiederankurbelung des Konsums. Derzeit beträgt der Mehrwertsteuerhöchstsatz IVA 22 Prozent. Zuletzt war er im Jahr 2013 von 21 auf 22 Prozent erhöht worden.

apa