Mittwoch, 07. Juli 2021

Coronakrise kostete weltweit 114 Millionen Arbeitsplätze

Weltweit hat die Coronakrise im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr davor laut OECD rund 114 Millionen Arbeitsplätze gekostet, davon 22 Millionen in OECD-Ländern. Trotz der partiellen Erholung seien im OECD-Raum noch über acht Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der Krise, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit.

114 Millionen Arbeitsplätze gingen verloren.
114 Millionen Arbeitsplätze gingen verloren. - Foto: © shutterstock
Auf dem Höhepunkt der Coronakrise wurden laut Berechnungen der OECD rund 60 Millionen Arbeitsplätze durch Kurzarbeit gestützt - mehr als zehnmal so viele wie während der Weltfinanzkrise 2008/09. Das habe bis zu 21 Millionen Jobs gerettet und den Anstieg der Arbeitslosigkeit in vielen Ländern gebremst.

Der deutliche Konjunkturaufschwung in den 38 Industriestaaten des OECD-Raums hat sich aber noch nicht vollständig auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen.

„Es kommt nun sehr auf die richtigen politischen Weichenstellungen an, damit Anreize für Unternehmensinvestitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann bei der Vorstellung des Beschäftigungsausblicks in Paris. „Werden die Hilfen zu früh zurückgefahren, gefährdet das den Aufschwung“, warnte Cormann. Die kurzfristigen Kosten der fiskalpolitischen Maßnahmen könnten gesenkt werden, indem man die Unterstützung zielgenauer auf die anfälligsten Branchen, Unternehmen und Haushalte ausrichte. Der OECD-Chef empfahl neben der Förderung von Unternehmensgründungen und Initiativen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze auch Arbeitskräfte weiterzuqualifizieren, Umschulungen anzubieten und Job-Matching zu fördern.


apa

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