Mittwoch, 04. März 2020

Coronavirus: hds fordert „Ausgleichsmaßnahmen“

Sektorenübergreifende Ausgleichsmaßnahmen für Betriebe und Mitarbeiter sowie die Aktvierung der bestehenden lokalen Solidaritätsfonds seien für Südtirol 2 dringende Maßnahmen, um die heimische Wirtschaft in dieser Notsituation schnell und unbürokratisch unter die Arme zu greifen, betont Philipp Moser, der Präsident des hds (Handels- und Dienstleistungsverband).

Philipp Moser vom hds fordert„Ausgleichsmaßnahmen“ in Sachen Coronavirus.
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Philipp Moser vom hds fordert„Ausgleichsmaßnahmen“ in Sachen Coronavirus. - Foto: © Helmuth Rier
„Es kann nicht sein, dass einzelne Sektoren jetzt für sich finanzielle Unterstützungsmaßnahmen einfordern. Jeder Wirtschaftsbereich leidet derzeit unter dieser Situation“, betont hds-Präsident Philipp Moser. Es brauche zudem lokale, autonome Lösungen aus der Krise.

Von daher erwartet sich jetzt der hds in erster Linie von den Sozialpartnern die notwendige Disponibilität, um über die bestehenden Fonds – wie etwa die Bilaterale Körperschaft (EbK) oder den regionalen Solidaritätsfonds – finanzielle Hilfestellungen zu geben und in Extremsituationen für Betriebe und Mitarbeiter einspringen zu können. Der hds trifft sich dazu in diesen Tagen mit den Vertretern der Gewerkschaften. „Begleitend dazu braucht es von Seiten der Politik – Staat und Land – weitere bereichsübergreifende Formen der finanziellen Unterstützung und bürokratische Entlastungen, wie etwa steuerrechtlicher Natur.


Abschließend ruft der hds auch die Bankenwelt, vor allem aber die Aufsichtsbehörden Banca d’Italia und EZB auf, die entsprechenden Bestimmungen soweit zu ändern, dass Stundungen und Verlängerungen von Darlehen ohne weitere negativen Auswirkungen für die Kreditwürdigkeit der Kleinst-, Klein und Mittelunternehmen gewährt werden können. „Somit würden den Betrieben die entsprechende Zeit und Luft verschafft, eventuellen Engpässen vorzubeugen“, so hds-Präsident Philipp Moser.

stol