Mittwoch, 04. März 2020

Coronavirus: Italiens Tourismus rechnet mit über 7 Milliarden Euro Verlust

Italiens Tourismus- und Handelsverband rechnet mit Verlusten von 7,4 Milliarden Euro für den Zeitraum von 1. März bis zum 31. Mai.

Das Coronavirus stellt die Tourismusbranche vor eine große Herausforderung.
Das Coronavirus stellt die Tourismusbranche vor eine große Herausforderung. - Foto: © APA/afp / ANDREAS SOLARO
Der italienische Tourismus befürchtet dramatische Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf seine Umsätze. Im Zeitraum von 1. März bis zum 31. Mai rechnet Italiens Tourismus- und Handelsverband Confturismo-Confcommercio mit 31,6 Millionen weniger Übernachtungen als im Vergleichszeitraum 2019. Damit seien Verluste von 7,4 Milliarden Euro verbunden, geht aus am Mittwoch veröffentlichten Schätzungen hervor.

„Die Lage ist für den gesamten Sektor dramatisch. Wir zahlen einen hohen Preis für eine mediale Kommunikation, die tödlicher als das Virus ist. Das schlimmste Virus ist Hysterie“, sagte Verbandspräsident Luca Patané.

Er rief die italienische Regierung auf, Druck auf die Länder zu machen, damit sie Einreiseverbote für Italiener aufheben. Flüge nach Italien sollten wieder aufgenommen werden. „Je mehr Zeit vergeht, desto dramatischer sind die Auswirkungen für den italienischen Tourismus“, so Patané.

In dieser schwierigen Situation erwartet sich die italienische Wirtschaft Stützungsmaßnahmen von der Regierung. Bis Ende dieser Woche plant das Kabinett um den parteilosen Premier Giuseppe Conte die Verabschiedung einer Verordnung mit Maßnahmen in der Größenordnung von 3,6 Milliarden Euro, die von dem italienischen Parlament und der EU genehmigt werden müssen.

apa