Mittwoch, 08. April 2015

Daimler will bis 2020 Pick-ups mit Renault und Nissan bauen

Der deutsche Autobauer Daimler will seinen geplanten Pick-up zusammen mit seinen Partnern Renault und Nissan bauen. Der angekündigte Mercedes-Benz Pick-up wird im Renault-Werk in Cordoba in Argentinien und im Nissan-Werk im spanischen Barcelona gefertigt, wie der Stuttgarter Autobauer am Dienstag mitteilte. Die Produktion in den beiden Werken beginne noch „vor Ende des Jahrzehnts“.

Foto: © APA/EPA

In Barcelona sollen für die drei Partner jährlich etwa 120.000 Fahrzeuge vom Band laufen, in Cordoba fast 70.000. Wie viel Daimler in das Projekt investiert, ließ der Autobauer offen. Dank der Kooperation könnten die Investitionskosten in Cordoba gemeinsam getragen werden, sagte Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn.

Nissan kündigte in Buenos Aires eine eigene Investition in Argentinien von 600 Mio. Dollar (553,15 Mio. Euro) an. Rund 50 Prozent der Teile der Pick-ups sollen lokal produziert werden. Nissan werde in Cordoba Ende 2017 oder Anfang 2018 die Produktion aufnehmen, Renault wenige Monate später und Daimler „gegen Ende des Jahrzehnts“, erklärte am Dienstag Nissans Lateinamerika-Chef Jose Luis Valls. In Argentinien sollen mit der neuen Pick-up-Produktion 3.000 neue direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Daimler hatte kürzlich den Einstieg in das Segment angekündigt. Die Pick-ups der Mittelklasse will Daimler in Europa, Australien, Südafrika und Lateinamerika anbieten. In den klassischen Pick-up-Markt USA wagen sich die Schwaben zunächst nicht vor. Der unter der Marke Mercedes-Benz geplante Pick-up werde teilweise die Architektur des Nissan NP300 Frontier übernehmen. Daimler kooperiert seit 2010 mit Renault-Nissan.

apa/dpa

stol