Mittwoch, 17. Oktober 2018

Das Internet lernt sprechen: Südtirol antwortet

Im Wohnzimmer, im Auto, im Hotel: Digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Googles Assistant sind auf dem Vormarsch. Sie verändern nicht nur die Art, wie wir mit dem Internet kommunizieren, sondern auch, wie wir dort kaufen und buchen. Letzteres hat die heimische Tourismusbranche auf den Plan gerufen: Sie muss sich auf diese technische Revolution vorbereiten, sollen potenzielle Gäste Südtirol auch in Zukunft im Internet finden.

Digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Googles Assistant sind auf dem Vormarsch.
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Digitale Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Googles Assistant sind auf dem Vormarsch. - Foto: © shutterstock

Die schlauen Lautsprecher läuten einen Paradigmenwechsel ein: Bisher listet Google viele passende Angebote auf, sucht ein Nutzer über die Suchmaschine ein Hotel. Sprachassistenten tun das nicht. Sie sprechen eine Empfehlung aus. Will ein Gast etwa ein Herbstwochenende in den Bergen buchen, macht ihm der Sprachassistent einen konkreten Vorschlag. Damit der nicht lautet: „Wie wäre es mit einem Wochenende im Bregenzer Wald?“, sondern „Gerade ist Törggele-Zeit in Südtirol“, müssen sich hiesige Datenbank-Betreiber ins Zeug legen.

„Das Internet lernt sprechen, die Chatbots geben Antworten, aber Südtirol ist nicht präsent. Unsere Aufgabe ist es, unsere Daten auf verschiedenen Datenbanken so aufzuarbeiten, dass Alexa und Co. morgen darauf zugreifen können“, erklärt Thomas Aichner vom Südtiroler Wirtschaftsdienstleister IDM. Das ist eine große Herausforderung, technisch und rechtlich: Unternehmen, Verbände und öffentliche Einrichtungen müssen zusammenarbeiten. Die Zeit drängt.

 Wie die Südtiroler Touristiker das Problem lösen wollen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“ am Mittwoch.

D/kn

stol