Elektrisch und Retro: Diese beiden Schlagworte prägen das Autojahr 2026. Reine Verbrenner sind kaum noch auf dem Neuwagenmarkt zu finden, die E-Mobilität gewinnt immer stärker an Bedeutung. Gleichzeitig besinnen sich viele Hersteller auf Altbewährtes: Klassiker kehren nun als Stromer zurück. <BR /><BR />Auch preislich werden die neuen Modelle attraktiver: In den kommenden Monaten sollen Elektroautos bereits ab 25.000 und sogar unter 20.000 Euro in den Autohäusern stehen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-73225506_gallery" /><h3> Die Neuheiten aus Italien: Fiat setzt auf große Pandas</h3>Fiat baut in diesem Jahr seine Panda-Familie weiter aus. Nachdem das Turiner Autohaus bereits im Vorjahr den „Grande Panda“ auf den Markt gebracht hat, soll in diesem Jahr mit dem „Giga Panda“ (im Bild). (Name noch nicht endgültig bestätigt) der große Bruder folgen. Der Mini-SUV soll mit einer Länge von rund 4,40 Metern deutlich größere Dimensionen annehmen als die bisherigen Modelle. Der „Giga Panda“ soll sowohl als 1,2-Liter-Benzin-Mildhybrid als auch als reines Elektroauto erhältlich sein. Optisch bleibt er seinen Geschwistern treu: Das kantige Design der Karosserie, die futuristisch anmutenden Scheinwerfer und die rechteckigen Armaturen sollen beibehalten werden. Der Einstiegspreis wird derzeit auf rund 25.000 Euro geschätzt. Neben den beiden neuen großen Modellen bleibt jedoch auch der klassische kleine Panda im Programm. Ab diesem Jahr wird er unter dem Namen „Pandina“ ausgeliefert und ist mit einem LPG-Motor zu haben. Der Preis soll dabei bei unter 10.000 Euro liegen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267071_image" /></div> <BR /><BR />Die zweite bedeutende Neuheit bei Fiat ist der Verkaufsstart des Fiat 500 Hybrid. Der Kultklassiker, der 2007 sein Comeback feierte, war bislang ausschließlich mit Benzinantrieb oder – seit 2020 – als vollelektrische Variante erhältlich. Mit der neuen Hybridversion schließt Fiat nun eine wichtige Lücke im Antriebsportfolio.<BR /><BR />Aus Maranello wird eine Weltpremiere erwartet: Ferrari will in diesem Jahr mit der „Elettrica“ erstmals ein rein elektrisches Modell auf den Markt bringen. Der Stromer soll rund 1.000 PS leisten, den Sprint von 0 auf 100 km/h in etwa 2,5 Sekunden absolvieren und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 310 km/h erreichen. Um trotz Elektroantriebs an das emotionale Fahrerlebnis der legendären Verbrenner-Modelle anzuknüpfen, plant der Hersteller eine Simulation von Schaltvorgängen sowie eine gezielte Verstärkung des Elektromotor-Sounds. Zum Design und zum Preis hält sich der Luxuswagenbauer bislang aber noch bedeckt.<h3> Die Deutschen: VW kommt mit E-Polo, BMW mit dem ix3</h3>Der Volkswagen-Konzern will seine E-Offensive in allen Marken vorantreiben.<BR /><BR />Die Kernmarke VW wagt 50 Jahre nach dem Debüt des Polo den Schritt in die elektrische Zukunft: Mit dem „ID. Polo“ soll erstmals ein batteriebetriebener Nachfolger des Klassikers kommen. Die Wolfsburger Autobauer bieten ihn in drei Leistungsvarianten an: 116, 135 und 211 PS. Reichweite, je nach Modell, von 300 bis 450 Kilometern. Beim Design vollzieht VW einen bewussten Schritt zurück. Statt der futuristischen Formsprache der bisherigen ID-Modelle orientiert sich der neue Polo wieder stärker am klassischen Stil der Verbrenner-Baureihen. Um bei langjährigen Fans Emotionen zu wecken, lassen sich auf den Displays zudem Retro-Ansichten der Instrumente einblenden. Preislich wird die Basisversion des „ID. Polo“ knapp unter 25.000 Euro starten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267074_image" /></div> <BR /><BR />Nicht minder groß sind die Hoffnungen in der Neuauflage des T-Cross, die unter dem Namen „ID. Cross“ an den Start geht. Der vollelektrische Mini-SUV positioniert sich mit einer Länge von 4,16 Metern und einem großzügigen Kofferraum als kompakter Familienwagen. Der Elektromotor leistet 211 PS und hat eine Reichweite von 420 Kilometern. Optisch tritt der „ID. Cross“ deutlich bulliger auf als sein Verbrenner-Pendant. Dazu tragen nicht zuletzt die 21-Zoll-Felgen bei – eine in dieser Fahrzeugklasse eher ungewöhnliche Dimension. Preislich soll der „ID. Cross“ bei unter 30.000 Euro starten.<BR /><BR />Und was bringen die anderen Konzernmarken? <BR /><BR />Die Schwestermarke Škoda bringt 2026 mit dem „Epiq“ ebenfalls einen elektrischen Mini-SUV auf den Markt. Er soll jedoch mit einem Preis von 26.000 wesentlich günstiger sein. <BR /><BR />Audi lässt einen kompakten Klassiker wieder aufleben: Der „A2“, der zuletzt 2005 vom Band lief, feiert 2026 sein Comeback. Unter dem Namen „A2 e-tron“ kehrt das Modell erstmals als vollelektrische Variante zurück. Auch im SUV-Segment sorgt der Ingolstädter Autobauer für Bewegung. Der neue „Q7“ steht kurz vor dem Produktionsstart, während Audi mit dem „Q9“ zusätzlich eine besonders luxuriöse Baureihe plant.<BR /><BR />BMW rührt bereits kräftig die Werbetrommel für den neuen „iX3“. Das vollelektrische SUV soll mit einer Reichweite von über 800 Kilometern neue Maßstäbe setzen und in der stärksten Ausführung bis zu 469 PS leisten. Optisch orientiert sich der „iX3“ stärker an früheren BMW-Modellen. Auffälligstes Merkmal ist die deutlich verkleinerte BMW-Niere, der markentypische Doppel-Kühlergrill. Der Einstiegspreis für das Basismodell soll bei rund 60.000 Euro liegen. Ebenfalls in diesem Jahr will der Münchner Autobauer den BMW „i3“ präsentieren.<BR /><BR />Schließlich bleibt noch Mercedes. Auch dort stehen einige Premieren an, darunter der „GLB“. Der Geländewagen präsentiert sich ähnlich wie die BMW-Konkurrenz mit 4,73 Metern Länge. Es soll ihn sowohl als rein elektrische Variante geben mit einer Reichweite von 631 Kilometern als auch als Hybrid. Beim Design fallen auf: seine kantige Form, das steile Heck und moderne Leuchten in L-Form. Der Preis für das Basismodell beträgt dafür knapp 59.000 Euro. Auch der etwa zehn Zentimeter größere „GLC“ soll noch dieses Jahr vom Band laufen. Preislich liegt der Stromer jedoch mit 73.000 deutlich höher.<h3> Die Franzosen: Renault setzt auf den Twingo</h3>Renault will seine Position im Kleinwagensegment weiter ausbauen. Nachdem der französische Hersteller im vergangenen Jahr mit der Rückkehr des sportlich gezeichneten Renault 5 einen großen Erfolg verbuchen konnte, folgt 2026 der nächste elektrische Stadtflitzer: der „Twingo E-Tech“. Die Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 263 Kilometern, der Elektromotor leistet 82 PS. Designseitig setzt Renault bewusst auf Nostalgie: Runde Leuchten, ein steiles Heck mit markantem Knick sowie zahlreiche Retro-Zitate erinnern an die erste Generation, die dem Twingo bis heute Kultstatus eingebracht hat. Preislich soll der Einstieg unter 20.000 Euro liegen. Parallel dazu bringt Renault auch die neueste Generation seines Bestsellers „Clio“ auf den Markt. Der Kleinwagen bleibt sowohl mit klassischen Benzinmotoren als auch als Hybrid erhältlich. Die Preise starten bei 19.900 Euro.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1267077_image" /></div> <BR /><BR />Citroën liefert seit diesem Jahr den neuen „C5 Aircross“ aus und setzt dabei auf ein breites Antriebsangebot. Der kompakte SUV ist sowohl als vollelektrische Variante als auch als Plug-in-Hybrid sowie als Mildhybrid-Benziner erhältlich. In der Elektroversion soll die Batterie eine Reichweite von rund 500 Kilometern ermöglichen. Optisch zeigt sich der „C5 Aircross“ deutlich kantiger als bisher. Das steil abfallende Heck unterstreicht den robusteren Auftritt. Einen besonderen Schwerpunkt legt Citroën auf den Komfort: Der Hersteller bewirbt die neu entwickelten Sitze als die bequemsten, die je in einem Modell der Marke verbaut wurden. Preislich startet der „C5 Aircross“ bei 33.990 Euro für die Benzinversion, der vollelektrische Stromer beginnt bei 42.590 Euro.<h3> Was machen die Japaner und Koreaner?</h3>Toyota legt seinen „RAV4“ neu auf. Seit seiner Einführung im Jahr 1993 wurde der SUV-Bestseller weltweit rund 15 Millionen Mal verkauft. Die sechste Generation wird sowohl als Hybrid als auch als Plug-in-Hybrid angeboten. Letzterer soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 100 Kilometern ermöglichen. Optisch hat sich der „RAV4“ deutlich vom Original entfernt: Die Front tritt kantiger und aufrechter auf. Besonders prägnant sind die V-förmig gestalteten Scheinwerfer. Offizielle Preise hat Toyota bislang noch nicht bekannt gegeben. Auch der Toyota „Urban Cruiser“ soll auf den Markt kommen und das Mini-SUV-Segment aufmischen.<BR /><BR />Bei Nissan feiert der Kleinwagenklassiker „Micra“ sein Comeback als reines Elektroauto. Die neueste Generation wird in zwei Leistungsstufen angeboten: Eine Basisversion mit kleinerem Akku, 112 PS und 317 Kilometern Reichweite und eine stärkere Variante mit größerem Akku, 150 PS und bis zu 416 Kilometern Reichweite. Optisch wirkt der neue „Micra“ deutlich erwachsener als sein Vorgänger: Die Proportionen erscheinen insgesamt kräftiger. Auffällig sind zudem die komplett neu gestalteten Scheinwerfer, die vorne wie hinten in ovaler Form ausgeführt sind. Preislich startet der elektrische „Micra“ bei 27.990 Euro, die leistungsstärkere Version kostet mindestens 34.900 Euro.<BR /><BR />Nissan plant, auch die dritte Generation des „Leaf“ rauszubringen. Das Modell gilt als eines der ersten in Serie gefertigten Pkw mit reinem Batterieantrieb.<BR /><BR />KIA startet dieses Jahr mit dem „K4“, dem Nachfolger des „Ceed“, durch und setzt dabei auf klassische Verbrennungsmotoren. Der Kompaktwagen wird als Benziner in drei Leistungsstufen von 115 bis 180 PS sowie als Mildhybrid erhältlich sein. Auffällig ist vor allem das Design des Kombis: Ein markantes Schrägheck und große, L-förmige LED-Rückleuchten prägen die Heckansicht. Die Einstiegsversion soll bei 29.990 Euro starten.<h3> China: Neue Marken, neue Modelle</h3>Aus China rollen immer mehr neue Marken auf den europäischen Markt. Firefly, die Zweitmarke von Nio, setzt auf kompakte und erschwingliche Elektroautos: Das erste Modell soll rund 450 Kilometer Reichweite bieten und etwa 30.000 Euro kosten. Ebenfalls am Start ist Changan, das mit seiner Marke Deepal den Deutschland-Einstieg wagt. Der kompakte Elektro-Crossover „S05“ zielt auf die Mitte des Marktes und verspricht solide Technik zum soliden Preis – ab rund 40.000 Euro. Eine Klasse darüber platziert Deepal den „S07“: Deutlich länger, mit mehr Akku und Leistung, startet er bei etwa 45.000 Euro. Auch Batterie-Weltmeister BYD will in Europa Fuß fassen und bringt seine Nobelmarke Denza auf den Westmarkt, um die wachsende Nachfrage nach Premium-Elektroautos zu bedienen.