Dienstag, 07. November 2017

Das sind die teuersten und günstigsten Gemeinden im Land

Was 807,80 Euro in Waidbruck sind 344,49 Euro in St. Martin in Passeier: so zumindest was die Gemeindetarife betrifft. Denn bei den Kosten für Wasser, Müll, Kindergarten und Co. gibt Unterschiede von sage und schreibe 160 Prozent.

Es gibt teure und weniger teure Gemeinden im Land.
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Es gibt teure und weniger teure Gemeinden im Land. - Foto: © shutterstock

Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat die aktuellen Gemeindetarife von 2017 mit denen von 2010 verglichen. Die Daten stammen von der Webseite der Beobachtungsstelle für Preise und Tarife des Landesinstitutes für Statistik ASTAT. 

Durchschnittlich zahlt eine Familie heute 512,90 Euro 

Durchschnittlich ist eine Erhöhung der Tarife von 53,57 Euro zu verzeichnen, was einem Wert von 11,7 Prozent entspricht. Während die Durchschnittskosten 2010 noch bei 459,33 Euro lagen, liegen sie jetzt bei 512,90 Euro. Die Inflation stieg im Zeitraum vom Jänner 2011 bis September 2017 um 11,3 Prozent. Die durchschnittliche Steigerung liegt damit im Rahmen der Inflation.

Zu den teuersten Gemeinden gehören Waidbruck (807,80 Euro), Salurn (785,31 Euro), Brixen (739,10 Euro), Pfatten (725,47 Euro) und Tramin an der Weinstraße (716,17 Euro).

Zu den günstigsten Gemeinden gehören Unsere Liebe Frau im Walde - St. Felix (312,20 Euro), Prad am Stilfserjoch (319,64 Euro), St. Martin in Passeier (344,49 Euro), Tisens (348,42 Euro) und Schenna (349,48 Euro).

Die höchste Verteuerung ist in folgenden Gemeinden zu finden: Schnals (100,31 Prozent), Waidbruck (64,52 Prozent), Stilfs (63,25 Prozent), Prags (59,95 Prozent) und Gais (58,68 Prozent).

Den größten Rückgang der Kosten im Vergleich zu 2010 gibt es in Tisens (-29,72 Prozent), Montan (-23,56 Prozent), Bozen (-21,11 Prozent), St. Martin in Passeier (-17,52 Prozent) und Villanders (-14,58 Prozent).

Der Kostenunterschied zwischen der teuersten Gemeinde Waidbruck (807,80 Euro) und der günstigsten Gemeinde Unsere liebe Frau im Walde-St. Felix (312,20 Euro) beträgt im Jahr 495,60 Euro, was Mehrkosten von 159 Prozent entspricht.

Familie Typ A 

Berechnet wurden die Tarife anhand einer Beispielfamilie mit 4 Familienmitgliedern, davon 2 Erwerbstätigen, 2 Kindern, einem jährlichen Bruttoeinkommen von 50.000 Euro, einer 100-Quadratmeter-Erstwohnung im Eigentum, einem Katasterertrag (aufgewertet mit 5 Prozent) von 800 Euro, Kategoriekoeffizient 100, einem Trinkwasserverbrauch (50 Kubik/ Person) von 200 Kubik, Abwasser (50 Kubik/Person) von 200 Kubik, Müll (300 Liter/Person) von 1200 Liter und einem Pkw zu 90 Kilowatt.

Mit einberechnet wurden der Irpef-Zuschlag (Einkommenssteuer der natürlichen Personen), Trinkwasser, Abwasser, Hausmüll und der Kindergarten für 1 Kind.

Familie Typ B

Sehr ähnlich verhält es sich mit der Beispielfamilie B (2 Familienmitglieder, davon 1 Pensionist, 1 Hausfrau, jährliches Bruttoeinkommen 20.000 Euro, 70 Quadratmeter Erstwohnung im Eigentum, Katasterertrag (aufgewertet mit 5 Prozent) 400 Euro, Kategoriekoeffizient 100, Trinkwasserverbrauch (50 Kubikmeter/ Person) 100 Kubikmeter, Abwasser (50 Kubik/ Person) 100 Kubik, Müll (300 Liter/Person) 600 Liter, Pkw 45 Kilowatt).

Durchschnittlich ist eine Erhöhung der Tarife von 23,29 Euro zu verzeichnen, was einem Prozentwert von 11,4 Prozent entspricht. Während die Durchschnittskosten 2010 noch bei 204,28 Euro lagen, liegen sie jetzt bei 227,57 Euro.

stol

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Wer neugierig ist, wie teuer in der jeweiligen Wohnsitzgemeinde die Tarife sind, kann dies hier nachschlagen.

stol