Mit dem Stecheisen ausgerüstet, machen sich dieser Tage die 13 Terlaner Spargelbauern auf den Weg in ihre Felder, um den begehrten Terlaner Margarete-Spargel zu ernten. Auf rund 9 Hektar, verteilt im traditionellen Spargeldreieck zwischen Terlan, Andrian und Siebeneich, wird das beliebte Frühlingsgemüse kultiviert. Täglich wird der Spargel frisch gestochen. „Das schlechte Wetter der letzten Woche hat den Ernteanfang aber um eine Woche verzögert“, erklärt Manfred Koroschetz, Koordinator des Terlaner Margarete-Spargels und Vertreter der Spargelbauern. Trotz dieser Verzögerung bleibt die Saison im langjährigen Durchschnitt. „Anfang April sind auch Frostnächte zu erwarten. Der späte Ostertermin hilft uns aber und wir hoffen, alle treuen Margarete-Feinschmecker zufriedenzustellen“, fügt Koroschetz hinzu.<BR /><BR /><BR />Die sandigen und humusreichen Böden nahe der Etsch bieten dem Spargel ideale Wachstumsbedingungen. Kein Wunder also, dass sich der Anbau längst nicht mehr nur auf das traditionelle Gebiet rund um Terlan beschränkt. Mehrere Landwirte flussaufwärts wie flussabwärts haben die Qualität des Bodens erkannt und setzen zunehmend auf Spargel.<BR /><BR /><BR />So auch im Vinschgau, bei Kastelbell: Dort baut das Köfelgut seit 1988 Spargel an – mittlerweile auf rund einem Hektar. „Dadurch, dass wir in Kastelbell auf einer Meereshöhe von 600 Metern sind, findet die Ernte erst im April statt“, sagt Martin Pohl. Doch genau diese Höhenlage verleiht dem Spargel eine besondere Geschmacksintensität. „Verkauft wird unser Spargel in nächster Umgebung – vom Reschen bis Meran – an die örtliche Gastronomie und den Handel im Tal sowie an private Genießer ab Hof“, so Pohl. Geerntet werde rund 6 Wochen lang. „Jeden Tag geht es dann aufs Feld zum Stechen.“<h3> Südtirols größter Spargelproduzent sitzt im Unterland</h3>Flussabwärts im Unterland, genauer gesagt im Kalterer Moos, befindet sich ein Betrieb mit anderen Dimensionen: Condin Spargel. Was einst als kleiner Familienbetrieb begann, ist mit der Zeit zum größten Spargelproduzenten Italiens herangewachsen. Condin Spargel bewirtschaftet inzwischen mehrere hundert Hektar, der Großteil davon befindet sich allerdings in der Poebene bei Rovigo.<h3> Woran erkennt man frischen Spargel und was kostet er?</h3>Guter Spargel hat seinen Preis – das bestätigen alle Produzenten. Das liegt vor allem an den hohen Produktionskosten: Stechen, Waschen, Sortieren und Verpacken erfolgen insbesondere in kleineren Betrieben noch in aufwendiger Handarbeit. Aktuell liegt der Kilopreis bei rund 20 Euro. Doch wie erkennt man frischen Spargel? Wer beim Einkauf auf Qualität achten möchte, dem sei der sogenannte Biegetest empfohlen: Frischer Spargel bricht, bevor er sich biegt.