<BR />Rund 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro will die Regierung Meloni laut derzeitigem Haushaltsentwurf für die Förderung von Familien mit Kindern und der Geburtenrate nächstes Jahr aus der Staatskasse zur Verfügung stellen. Derzeit wird der von der Regierung verabschiedete Entwurf in den beiden Kammern des Parlaments beraten.<h3> Babybonus von 1000 Euro</h3>Eine Neuerung ist die Wiedereinführung des Babybonus unter dem neuen Namen „Carta per i nuovi nati“. Dieser einmalige Zuschuss in Höhe von 1000 Euro richtet sich an frischgebackene Eltern und soll sie dabei unterstützen, die Ausgaben im ersten Lebensjahr des Kindes finanziell zu stemmen.<BR /><BR />Die Unterstützung ist jedoch an den Einkommens- und Vermögensindikator ISEE gebunden: Nur Familien mit einem Wert von bis zu 40.000 Euro kommen in den Genuss des Zuschusses. Damit will die Regierung der negativen Geburtenrate entgegenwirken. 2023 kamen auf 1000 Einwohner gerade einmal 6 Geburten, bei gleichzeitig 11 Todesfällen. <BR /><BR />Der bereits existierende Kita-Bonus („Bonus asilo nido“) soll auch im kommenden Jahr bestehen bleiben. Der Beitrag richtet sich an Familien mit Kindern unter 3 Jahren, die in einer privaten oder öffentlichen Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter betreut werden. Auch diese Unterstützung ist ISEE-gebunden. Familien mit einem ISEE-Wert unter 40.000 Euro erhielten heuer 3600 Euro, sofern sie ein weiteres Kind unter 10 Jahren in der Familie hatten. Letztere Bedingung soll laut derzeitigem Haushaltsentwurf für 2025 wegfallen. <BR /><BR />Was ab nächstem Jahr ebenfalls anders sein soll, ist, dass das staatliche Kindergeld „Assegno unico“ nicht mehr in die ISEE-Berechnung einfließen soll. Bisher führte das staatliche Kindergeld bekanntlich dazu, dass der ISEE-Wert von Familien anstieg, was sie den Verlust anderer staatlicher Unterstützungen kosten konnte. <BR /><BR />Die neue Regelung würde diesen Missstand aber nicht vollständig beheben. So soll der „Assegno unico“ bei gewissen Sozialleistungen, ein Beispiel ist der Bonus für Licht und Gas, weiter berücksichtigt werden. Kurzum: Die Änderung soll auf jene beschränkt bleiben, die für den Kita- oder den Babybonus ansuchen. <h3> Elternzeit ausgeweitet</h3>Auch der „Bonus mamme“ soll nächstes Jahr erhalten bleiben. Der Beitrag ist nicht mehr nur für Arbeitnehmer bestimmt, sondern soll auf selbständig erwerbstätige Frauen mit mindestens 2 Kindern und einem Einkommen von bis zu 40.000 Euro ausgedehnt werden. <BR /><BR />Ein weiterer zentraler Punkt der neuen Regelungen betrifft die Elternzeit. Künftig haben Eltern von Neugeborenen, die in einem Angestelltenverhältnis stehen, die Möglichkeit, bis zu 3 Monate Elternzeit zu nehmen, die bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes flexibel genutzt werden kann. Diese 3 Monate werden mit 80 Prozent des Gehalts vergütet, was eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zur vorherigen Regelung ist. Bisher galt die Elternzeit für 2 Monate bei einer Vergütung von 60 Prozent des Gehalts. Diese Anpassung soll es Eltern erleichtern, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.