Donnerstag, 12. Dezember 2019

Der Export brummt

Im 3. Quartal 2019 wurden Waren im Wert von 1.263,4 Millionen Euro aus Südtirol ausgeführt. Dies entspricht einer Zunahme von 9,0 Prozent gegenüber demselben Quartal des Vorjahres. Diese Daten hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) am Donnerstag veröffentlicht.

Die Landkarte der wichtigsten Exportmärkte in Europa.
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Die Landkarte der wichtigsten Exportmärkte in Europa. - Foto: © Screenshot / ASTAT
Die wichtigsten europäischen Zielländer waren Deutschland (32,4 Prozent), Österreich (10,0 Prozent) und die Schweiz (5,8 Prozent). In diese 3 Länder flossen mit insgesamt 48,2 Prozent fast die Hälfte aller Ausfuhren. Außerhalb Europas entfiel der größte Teil der Exporte auf Asien und Amerika (9,4 bzw. 6,9 Prozent). Etwa 2 Drittel der Ausfuhren nach Amerika gingen in die Vereinigten Staaten. Insgesamt gingen 4,6 Prozent aller Exporte in die USA, die somit an 5. Stelle der wichtigsten Ausfuhrmärkte für Südtiroler Waren stehen.

Die Ausfuhren in die EU-Staaten stiegen gegenüber dem 3. Quartal 2018 um 5,9 Prozent an. Deutschland, Südtirols wichtigster Exportmarkt, verzeichnete eine Zunahme um 4,6 Prozent, Österreich, der 2.-wichtigste Markt, verbuchte hingegen ein Minus von 3,7 Prozent. Unter den übrigen der 10 wichtigsten Handelspartner stach Polen mit der höchsten Zunahme von 48,8 Prozent hervor. Es folgten Spanien (+40,8 Prozent), und Slowakei (+19,1 Prozent). Den einzigen Rückgang gab es bei den Exporten ins Vereinigte Königreich (-10,6 Prozent).

In absoluten Zahlen verbuchten Deutschland (+18,2 Millionen Euro), Spanien (+11,1 Millionen Euro) und Frankreich (+8,6 Millionen Euro) die höchsten Zunahmen. Den größten Rückgang in absoluten Werten verzeichneten die Ausfuhren nach Österreich (-4,8 Millionen Euro).

Die Ausfuhren in die Nicht-EU-Staaten sind gegenüber dem 3. Quartal 2018 stark gestiegen (+17,4 Prozent). Die Exporte in die europäischen Nicht-EU-Staaten stiegen um 2,1 Prozent: Dabei erholten sich vor allem die Ausfuhren nach Russland (+23,0Prozent), sowie in kleinerem Maße in die Schweiz (+3,9 Prozent). Eine deutliche Zunahme gab es bei den interkontinentalen Ausfuhren (+26,3 Prozent): Die Ausfuhren nach Afrika verdoppelten sich (+115,2Prozent) nach einem jahrelangen Rückgang; Auch jene nach Ozeanien stiegen stark (+83,8 Prozent), nach Amerika (+36,3Prozent) und in geringerem Maße auch jene
nach Asien (+6,7 Prozent). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, dem fünftwichtigsten Exportmarkt Südtirols, stiegen um 37,3 Prozent.

Exportzuwächse bei Landwirtschaft und Fahrzeugen

Die größten Exportanteile verbuchten die Bereiche Maschinen und Apparate (20,9 Prozent der gesamten Ausfuhren), gefolgt von den Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (17,5 Prozent) sowie von den Fahrzeugen (14,9 Prozent), den Grundmetallen und Metallerzeugnissen, ausgenommen Maschinen und Anlagen (12,0 Prozent) und den Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (7,4% Prozent). Diese Sektoren machen 72,7 Prozent der gesamten Ausfuhren aus.

Alle wichtigen Sektoren konnten ihre Ausfuhren steigern

Die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (+35,6 Prozent bzw. +24,7 Millionen Euro) stiegen am meisten; es folgten die Fahrzeuge (+13,1 Prozent bzw. +21,8 Millionen Euro), Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (+7,2 Prozent bzw. +14,8 Millionen Euro),
Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (+5,2 Prozent bzw. +7,5 Millionen Euro) und Maschinen und Apparate (+4,2 Prozent bzw. +10,6 Millionen Euro).

Unter den 10 wichtigsten Sektoren lagen auch folgende Bereiche:

- Elektrische Ausrüstungen (+23,7 Prozent bzw. +13,0 Millionen Euro),
– Holz und Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (+4,9 Prozent bzw. +2,1 Millionen Euro)
- Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen
(+2,7 Prozent bzw. +1,3 Millionen Euro)



stol