Mittwoch, 20. April 2022

Der „Giro d’Italia delle donne che fanno impresa“ macht Halt in Trentino-Südtirol

Am 19. April fand die 14. Ausgabe des „Giro d'Italia delle donne che fanno impresa“ statt. Diese Initiative wird von Unioncamere, dem italienischen Verband der Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammern, in Zusammenarbeit mit den Handelskammern und den Beiräten für weibliches Unternehmertum gefördert. Die Handelskammern von Bozen und Trient waren Gastgeber der Veranstaltung und informierten die heimischen Unternehmerinnen über neue Finanzierungsmöglichkeiten.

Die Handelskammern von Bozen und Trient waren Gastgeber der Veranstaltung. - Foto: © dpa-tmn / Klaus-Dietmar Gabbert

Der „Giro d'Italia delle donne che fanno impresa“, die nationale Roadshow zur Unterstützung der Frauen in der Wirtschaft, wurde mit einem virtuellen Halt in Bozen und Trient fortgesetzt. Die Beiräte zur Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammern von Bozen und Trient haben in Absprache mit den Wirtschaftsverbänden von Trentino-Südtirol diese Etappe der Reihe nachdrücklich unterstützt, heißt es in einer Aussendung der Handelskammer.

Damit sollen die bereits aktiven oder aufstrebenden lokalen Unternehmerinnen auf die verschiedenen Finanzmittel, die auf nationaler und Provinzebene verfügbar sind, aufmerksam gemacht werden. An der Veranstaltung nahmen Tiziana Pompei, Vizegeneralsekretärin von Unioncamere und Initiatorin der Initiative, Luca Filippi, Vizegeneralsekretär der Handelskammer Bozen und Koordinator für weibliches Unternehmertum bei den europäischen Handelskammern sowie Tommaso Bordignon, Berater des Konsortiums Innexta, teil.


Tiziana Pompei, Vizegeneralsekretärin von Unioncamere. - Foto: © AGR Marino Paoloni



2 neue Finanzierungsmöglichkeiten vorgestellt

Während des Südtiroler und Trentiner Inputs zum Thema „Anreize für das weibliche Unternehmertum“ wurden 2 neue Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza (PNRR) vorgestellt. Diese nennen sich „Fondo impresa femminile“ e „Nuove imprese a tasso zero“.

Die erste finanzielle Maßnahme wird offiziell im Mai anlaufen und verfolgt das Ziel, Anreize für Frauen zu schaffen, um eine neue unternehmerische Tätigkeit zu starten bzw. zu konsolidieren. Dabei geht es um innovative Projekte in den Bereichen Industrie, Handwerk, der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, Dienstleistungen, Handel und Tourismus.

Die zweite finanzielle Maßnahme zielt hingegen darauf ab, landesweit die Gründung und Entwicklung von Kleinst- und Kleinunternehmen zu unterstützen, an denen mehrheitlich bzw. vollständig Jungunternehmer/innen oder Frauen beteiligt sind. Darüber hinaus wurden auch die von den Autonomen Provinzen Bozen und Trient geförderten Finanzierungsmöglichkeiten sowie Unterstützungsmaßnahmen wie das Tool „Südtirol Rating“ und das von der Handelskammer Bozen verfasste und kostenlos online verfügbare „Handbuch für eine sichere Zukunft für angehende Unternehmerinnen“ vorgestellt.

Frauen in der Wirtschaft zu fördern ist wichtig

„Die Förderung des weiblichen Unternehmertums ist für die Handelskammern von Bozen und Trient sehr wichtig. Die Initiative ,Giro d'Italia delle donne che fanno impresa„ beweist einmal mehr unser Engagement für die Aufwertung des Ansehens und der Position der Unternehmerinnen, das sich konkret in finanziellen Mitteln ausdrückt, die ausschließlich für das weibliche Unternehmertum bestimmt sind“, so die Präsidenten der Handelskammern von Bozen und Trient, Michl Ebner und Giovanni Bort.


Marina Rubatscher Crazzolara, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums in Bozen. - Foto: © hk



Marina Rubatscher Crazzolara, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums in Bozen und Claudia Gasperetti, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums in Trient, betonten ebenfalls die bedeutende Rolle der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft: „Die Entwicklung des weiblichen Unternehmertums führt auch und vor allem über eine Politik, die Frauen in der Wirtschaft fördert. Diese Politik stärkt das gesellschaftliche Bewusstsein, dass Frauen viel bewirken können.“


Claudia Gasperetti, Präsidentin des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums in Trient. - Foto: © hk


stol

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