Montag, 14. Dezember 2020

Der Großhandel hofft aufs nächste Jahr

Die Lage für den Südtiroler Großhandel bleibt angespannt. Für 2021 hoffen die Geschäftsleute auf Erholung – wenn auch unter dem Niveau aus Vor-Corona-Zeiten. Unternehmen planen für das kommende Jahr aber wieder Investitionen und Neueinstellungen. Dies geht aus der Herbstumfrage des Wirtschaftsbarometers des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor.

Mehr als 3 Viertel der Unternehmer im Großhandel berichten von einer Abnahme des Geschäftsvolumens im Vergleich zu 2019.
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Mehr als 3 Viertel der Unternehmer im Großhandel berichten von einer Abnahme des Geschäftsvolumens im Vergleich zu 2019. - Foto: © shutterstock
Das Geschäftsklima im Südtiroler Großhandel ist im Vergleich zu den letzten Jahren stark gesunken, teilt die Handelskammer in einer Aussendung mit: „Die Ertragslage im Jahr 2020 wird nur von 71 Prozent der Unternehmen als zufriedenstellend eingeschätzt.“

Die Sommermonate haben zwar eine deutliche Erholung der Umsätze gebracht, im August waren sie sogar höher als im Vorjahresmonat; insgesamt bleibt 2020 aber ein negatives Jahr. Mehr als 3 Viertel der Unternehmer im Großhandel berichten von einer Abnahme des Geschäftsvolumens im Vergleich zu 2019. Die Umsatzeinbußen betreffen vor allem den Südtiroler und den italienischen Markt. Der Rückgang des Auslandsgeschäfts hält sich eher in Grenzen.

Bekleidungssegment besonders von Krise betroffen,
Baumaterialien und Elektronikartikel weniger stark


Zwischen den einzelnen Bereichen des Großhandels lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen. Pessimismus herrscht vor allem bei den Handelsvermittlern, in der Haushaltswaren- und Einrichtungsbranche und bei den Großhändlern von Bekleidung und Schuhwaren. Größeres Vertrauen herrscht bei den Großhändlern von Baumaterialien und von elektrischen und elektronischen Geräten.



Der Präsident der Handelskammer, Michl Ebner, betont die Notwendigkeit, die Unternehmen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen: „Der Großhandel ist zuversichtlich, dass er im Jahr 2021 wieder investieren und neue Arbeitsplätze schaffen kann. Die Handelskammer wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Südtiroler Unternehmen die Unterstützung erhalten, die sie zur Bewältigung dieser schweren Krise benötigen.“

stol