Montag, 18. Januar 2016

„Der Landeshauptmann ist zu wenig Landeshauptmann“

Er sei Südtirol-krank. Dies sei auch der Grund, warum sein Unternehmen immer noch in Sterzing und nicht irgendwo im Ausland sei. Das sagt Michl Seeber, Chef der Leitner-Gruppe.

Ginge es nur um die Ökonomie hätte er das Land schon längst verlassen müssen, betont er. Doch nichts dergleichen geschah. Denn Michl Seeber sagt von sich selbst: Ich bin Südtirol-krank. - Foto: DLife
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Ginge es nur um die Ökonomie hätte er das Land schon längst verlassen müssen, betont er. Doch nichts dergleichen geschah. Denn Michl Seeber sagt von sich selbst: Ich bin Südtirol-krank. - Foto: DLife

„Ginge es rein nach ökonomischen Gründen, müssten wir viele Bereiche in unseren Sitz in die Slowakei verlagern“, sagt Seeber im „Dolomiten“-Interview (Dienstag-Ausgabe). Dort arbeite man wesentlich günstiger. Es seien emotionale Gründe, die ihn in Südtirol halten - aber auch menschliche. „Wenn ich nur an die politische Unterstützung denke, die wir hier in Südtirol stets bekommen haben.“

Mit Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder habe er stets ein gutes Verhältnis gehabt. Sein Verhältnis zu Arno Kompatscher bezeichnet er als „Nicht-Verhältnis.“ „Wir haben weder ein gutes noch ein schlechtes Verhältnis.“ Auch fordert er von Kompatscher, dass er „mehr Landeshauptmann“ sein sollte.

sor/D

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Was Michl Seeber über die Spekulationen zu seinem Rückzug aus der Unternehmensspitze sagt, was er von der aktuellen Landespolitik hält und ob das Unternehmen Leitner auch weiterhin in Südtirol bleiben wird, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der „Dolomiten“.

stol