<h3> Keine menschlichen E-Mails</h3>Viel von dieser Handy-Zeit verbringen wir auch mit dem Lesen von E-Mail-Nachrichten. Wussten Sie, dass nur 13 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs noch von menschlichen Absendern stammen? So zumindest die Studie eines großen Webhosting-Unternehmens.<BR />Die restlichen 87 Prozent erzeugten automatisierte Systeme. Lediglich 44 Prozent aller E-Mails schafften es überhaupt in den Posteingang; ein Drittel des Aufkommens wird als Phishing, Scam oder Malware blockiert.<BR /><BR />Menschlich verfasst sind fast nur noch Nachrichten von privaten Absendern mit geringem Volumen. Klassische Kennzahlen wie Öffnungs- und Klickraten verlieren zunehmend an Aussagekraft, weshalb E-Mail-Marketer ihre Strategien grundlegend überdenken müssen.<h3> 42 Milliarden Dollar ausleihen</h3>Derweil plant der Online-Riese Amazon eine Anleihe über bis zu 42 Milliarden Dollar (rund 36 Milliarden Euro!), um seine KI-Infrastruktur weltweit auszubauen, so der Datenlieferant und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.<BR /><BR />Der Konzern nutzt das derzeit günstige Zinsumfeld, um seine Cloud-Tochter AWS zu finanzieren, die im verschärften Wettbewerb mit Microsoft und Google laufend Milliarden für Rechenzentren, Chips und Grafikprozessoren (GPU) verschlingt. Statt neue Aktien auszugeben, setzt Amazon auf Fremdkapital – ein Muster, das in der Tech-Branche zunehmend in Mode kommt.<BR /><BR />Die Emission setzt ein deutliches Zeichen für den gesamten Tech-Sektor: Die Finanzierung der globalen KI-Offensive erfolgt zunehmend über den Kapitalmarkt. Unternehmen wollen ihre Investitionskraft stärken, ohne neue Aktien auszugeben und ihre Anteilseigner zu verwässern. Fremdkapital wird somit zum zentralen Hebel, um im Wettlauf um technologische Führerschaft Schritt zu halten. Sollte Amazon das maximale Emissionsvolumen platzieren, wäre dies eine der größten Unternehmensanleihen der vergangenen Jahre – und ein starkes Signal dafür, dass die KI-Investitionswelle noch lange nicht abgeschlossen ist.<BR /><BR /><i>Mauro Stoffella, Medien- und Kommunikationsexperte</i>