51 Prozent empfinden das Antworten, Verfolgen und das Posten mittlerweile als zusätzliche Arbeit. Die Stille hingegen tut gut, so die Meinung. Wenn man von den 22 Prozent absieht, die von der Angst verfolgt würden, etwas zu verpassen.<h3> Das Amazon fürs Schlachtfeld</h3>Keine Lieferungen verpassen aktuell (leider) die vielen Schlachtfelder auf dieser Welt. So etwa in der Ukraine: Auf dem ukrainischen Online-Marktplatz „Brave1 Market“ erhalten Soldaten bestellte Drohnen zuletzt binnen acht Tagen – zuletzt waren es noch 14 Tage.<BR /><BR />Die Plattform ist ein von der ukrainischen Regierung gestarteter Online-Marktplatz. Er verbindet militärische Einheiten direkt mit Herstellern von Verteidigungstechnologie, um die Beschaffung von Innovationen wie Drohnen und elektronischen Systemen zu beschleunigen.<BR />Über die Plattform bestellen Fronteinheiten Kampfdrohnen und taktische Ausrüstung direkt bei Herstellern und bewerten sie anschließend für Kameraden. Im Juni summierten sich die Bestellungen laut Verteidigungsministerium auf rund 111 Millionen Dollar (ca. 97 Millionen Euro).<BR /><BR />Krass: Ein ePoints-System – ein Belohnungsprogramm für militärische Einheiten - verrechnet außerdem bestätigte Abschüsse als Gutschrift. Über 500.000 Drohnen sind so bereits geordert worden.<h3> KI zwingt Firmennetze in die Knie?</h3>Um dieses System in dieser dramatischen Krisensituation am Laufen zu halten, braucht es natürlich beste Verbindungen. Nicht alles so selbstverständlich. In Deutschland etwa drohen Firmennetzwerke unter dem KI-Datenverkehr zu kollabieren, so zumindest die aktuelle Studie eines US-amerikanischen Unternehmens aus der Telekommunikationsbranche.<BR /><BR />67 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten, binnen zwei Jahren an Kapazitätsgrenzen zu stoßen, 84 Prozent brauchen Upgrades. Nur 16 Prozent halten ihre Infrastruktur für die Zukunft gerüstet. <BR />Viel Zeit bleibt nicht: Der Datenverkehr soll sich in den nächsten drei Jahren mehr als verdreifachen. Dort hoffentlich ohne Drohnenbestellungen mehr.<BR /><BR /><i>Mauro Stoffella, Medien- und Kommunikationsexperte</i>