Freitag, 04. März 2016

Der teuerste Bahnhof der Welt - und eine Südtiroler Firma baut mit

Neben dem Ort der Anschläge vom 11. September 2001 in New York ist am Donnerstag der teuerste Bahnhof der Welt eröffnet worden. An den Bauarbeiten beteiligt ist auch eine Vinschger Firma.

Der Bahnhof Oculus.
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Der Bahnhof Oculus. - Foto: © APA/AFP

Das Gebäude neben den einstigen Zwillingstürmen des World Trade Center wurde von dem spanischen Star-Architekten Santiago Calatrava erbaut und kostete am Ende 3,85 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro). Das sind zwei Milliarden Dollar mehr als ursprünglich geplant. 

Lasa Marmo baut mit

An den Bauarbeiten beteiligt ist auch ein Südtiroler Unternehmen (STOL hat berichtet): Lasa Marmo ist bekannt für den Laaser Marmor - und diesen wiederum kennzeichnet ein einheitlicher weißer Grundton. Der Auftrag hat angeblich einen Wert von 20 Millionen Dollar. 

Weitere Eindrücke finden Sie in der Bildergalerie.

Calatrava verteidigte bei der Eröffnung sein umstrittenes Werk: „Das ist ein Geschenk für alle New Yorker“, sagte er. Das Gebäude, das eine elliptische Form hat, hat eine große Kontroverse in den USA ausgelöst. Nicht nur der Entwurf, sondern auch die hohen Kosten und der um sieben Jahre verzögerte Zeitplan sorgten für Diskussionen.

Der Bahnhof Oculus. - Foto: APA/AFP

 Der Bahnhof Oculus soll täglich mehr als 200.000 Pendler aufnehmen können und damit der drittgrößte Verkehrsknotenpunkt von New York werden. Am Donnerstag war nur eine Teileröffnung des Gebäudes, ein riesiges Geschäftszentrum soll erst im August folgen.

Am 11. September 2001 hatten Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center gesteuert. Rund um die Gedenkstätte für die zerstörten Zwillingstürme entstand das neue World Trade Center. Der imposanteste Büroturm des Komplexes, das One World Trade Center – ursprünglich „Freedom Tower“ (Freiheitsturm) – ist mit 541 Metern das höchste Gebäude der USA.

dpa

stol