s+ hat mit dem Präsidenten des Verbandes der Südtiroler Seilbahnunternehmer, Helmut Sartori, gesprochen.<h3> Weniger für mehr</h3>Der Geschäftsführer des Verbandes Bergbahnen Schweiz, Berno Stoffel, kündigte kürzlich an, dass es in Schweizer Skigebieten heuer zu einem reduziertem Betrieb kommen könnte. Die Bergbahnen könnten durch Maßnahmen im Bereich der Geschwindigkeit, Gondelanzahl und Betriebszeiten bis zu 20 Prozent an Stromverbrauch einsparen. <BR /><BR />Ähnliches wird in Österreich diskutiert, zum Beispiel dass man „bei der Beschneiung 10 Prozent der Piste einspart, nur einen Teil der Gondeln einhängt oder Nachtskiläufe einstellt“, sagte kürzlich Seilbahnsprecher Franz Hörl. Man müsse sich aber alles erst ganz genau anschauen. <BR /><BR />Das betont auch der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte. Grundsätzlich stünden alle Bereiche des Seilbahnbetriebs auf dem Prüfstand. Aber auch in Deutschland sieht man in der geringeren Fahrgeschwindigkeit der Lifte Einsparpotenzial. Voraussichtlich werden auch in Deutschland die Wintersportler mit kalten Sesselliften Vorlieb nehmen müssen, weil die Sitzheizungen abgeschaltet werden sollen, wie der Verband mitteilte. <BR /><BR />Auch in den Toiletten dürfte es teils kälter werden. Zum Händewaschen wollen manche Gebiete nur noch kaltes Wasser bereitstellen. Geplant sei zudem eine konsequente Einschränkung von Beleuchtung und Innenraumtemperaturen.<BR /><BR />Und – wie nicht anders zu erwarten – wird sich die Teuerung auch bei den Skipässen bemerkbar machen, wie es hieß. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55763765_quote" /><BR /><BR />Und in Südtirol? Auch hierzulande setze man sich mit dem Problem der steigenden Energiekosten auseinander, betont der Präsident des Verbandes der Südtiroler Seilbahnunternehmer, Helmut Sartori. „Natürlich werden wir schauen einzusparen, so gut es geht.“ Immerhin machten die Ausgaben für Strom und Treibstoff mittlerweile 20 Prozent der Gesamtkosten aus, in Vergangenheit seien es 10 Prozent gewesen. „Aber Maßnahmen wie weniger Gondeln, weniger Beschneiung usw. sind aktuell kein Thema“, sagt Sartori. Vor allem weil man bei der Qualität des Angebots keine Abstriche machen wolle. <BR /><BR />Dafür wird Skifahren wohl wieder teurer: „Die einzelnen Gesellschaften diskutieren zurzeit, welche Ticketpreise sie für den Winter 2022/23 umsetzen werden. Und mit den Preiserhöhungen der vergangenen Saisonen wird es dieses Mal nicht getan sein“, räumt der Seilbahner-Chef ein. Er geht davon aus, dass die Preise im Schnitt um 7 bis 9 Prozent angehoben werden.<BR /><BR />Ob dann nicht die Gefahr besteht, dass Skifahren zu teuer wird und viele diesem Wintersport den Rücken kehren? „Diese Überlegung wird bei der Festlegung der Preise sicher auch berücksichtigt“, sagt Sartori. „Aber es ist eine schwierige Situation für alle.“