Der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) appelliert an Gemeinden und Wirtschaftstreibende einheitliche Öffnungszeiten für lebendige Orte und Städte anzustreben.<BR /><BR />Die Idee dahinter entspricht der Logik von Einkaufszentren. Alle Anbieter, die sich unter dem Dach des Shoppingcenters befinden, haben gleich lange offen. „Das ist ein klarer Vorteil für den Kunden, der sich nicht im Vorfeld über die Öffnungszeiten der einzelnen Anbieter informieren muss. In der Regel sind alle Leistungen im selben Zeitraum nutzbar“, sagt hds-Präsident Philipp Moser. Bei Einkaufszentren sind die Öffnungszeiten sogar Bestandteil des Mietvertrags – und daher für alle verbindlich. <h3> „Unsicherheit bei Kunden“</h3>Bei den Anbietern in den Orten und in den Innenstädten Südtirols falle die Orientierung mitunter nicht immer einfach, weil die Öffnungszeiten variieren: „Wenn jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht und offen hat, wann er will, dann ist das äußerst verwirrend und am Ende zum Nachteil aller.“ <BR /><BR />In mehreren Orten Südtirols sei zudem aufgefallen, dass Geschäfte, aber auch Gastbetriebe aufgrund der zuletzt etwas geringeren Frequenz früher zugesperrt oder später aufgesperrt hätten als angegeben. „Das führt zu mehr Unsicherheit bei Kunden und Konsumenten, aber auch Gästen, die plötzlich vor verschlossenen Türen stehen“, so Moser.<BR /><BR /><embed id="dtext86-53399009_quote" /><BR /><BR />Er fordert daher Händler und Gastronomen sowie Gemeindeverwalter eindringlich dazu auf, sich auf einheitliche Öffnungszeiten in den jeweiligen Orten zu einigen. „Und diese Öffnungszeiten, auf die man sich einigt, sollten dann auch klar kommuniziert und eingehalten werden“, so der hds-Chef. <BR /><BR />„Wollen wir unsere lebendigen, attraktiven und lebenswerten Orte stärken und weiterentwickeln, dann müssen wir danach trachten, gemeinsam aufzutreten und unseren Kunden signalisieren, dass die Betriebe für sie da sind“, so Moser. „Es ist zwar auf der einen Seite verständlich, dass jeder Betrieb seine individuellen Bedürfnisse und auch wirtschaftlichen Notwendigkeiten hat. Aber auf der anderen Seite liegt die Stärke unserer Dörfer und Städte weiterhin im gemeinsamen, einheitlichen Auftritt; auch im Sinne eines Serviceangebotes gegenüber den Kunden.“